Tagebuch «Hohneri-Büsi»

Montag, 11. Februar 2019

Montag
11.02.2019

Tschüss Hannita!

Und plötzlich ist auch Hannita ausgezogen! Sie bekam heute Besuch ... und wollte sich am Anfang natürlich gar nicht zeigen. Wie immer liess sich sich aber ohne Gegenwehr hochheben und zumindest in Sichtweite ihres zukünftigen Mami tragen, um gleich wieder zu verschwinden, sobald ich sie losliess. Trotz ihrer Scheu konnte sie später dem Klingeln ihres Lieblingsglöckleins nicht widerstehen und kam wieder aus ihrem Versteck hervor. So konnte sie überzeugen, und nachdem sie sich widerstandslos in die Transportbox hatte setzen lassen, ging's auch schon los ins neue Zuhause. Dort ist sie gut angekommen und lebt sich ein. Schon bald wird sie ihr Gspönli Malou kennen lernen, und im Frühling darf sie dann endlich wieder ins Freie!Liebe Hannita,
als du vor rund vier Monaten bei mir ankamst, hattest du nichts anderes im Sinn als auszubrechen - so gross war dein Drang ins Freie, dass du dich fast durch den Fensterrahmen hindurch gefressen hast! Es ging aber nicht lang und du hast dich hier eingelebt, hast dich als eine ganz liebe, zurückhaltende Katze erwiesen, die Anfangs etwas im Schatten ihrer frecheren Pflegegeschwister stand, am Schluss aber sogar die Herzen meiner eigenen Katzen eroberte. Ich hoffe sehr, das gelingt dir auch mit deiner neuen Freundin, und ich wünsche dir ein langes, glückliches Leben im neuen Zuhause!

Mach's gut, deine Mama Leonis ❤️

Erste Bilder und Nachrichten aus dem neuen Zuhause: Hannita hat sich im Wohnzimmer unter dem Büchergestell versteckt, spielen mag sie noch nicht, aber einen Jogurtdeckel hat sie abgeleckt. Malou hat sich aufgeplustert und ist etwas verunsichert - hoffentlich gibt es keine allzu turbulente Nacht 😉

Sonntag, 10. Februar 2019

Sonntag
10.02.2019

Fast allein daheim

Miau Katzenfreunde,

jetzt war mein Pflegemami doch tatsächlich für eine Woche weg! Ich durfte trotzdem in ihr Zimmer, damit mir ihre Katzen Gesellschaft leisten konnten. Es gibt dort ein super Höhle, in der ich gern liege: ich fühle mich Geborgen, habe aber auch die Katzenklappe im Blickfeld, so dass ich immer genau weiss, wer kommt und geht. Vorsichtig war ich natürlich, wenn die Katzensitter kamen, aber sogar bei denen liess ich mich manchmal blicken, einmal sogar streicheln! Ihr seht, ich werde selbstsicherer - das ist auch nötig, denn morgen bekomme ich Besuch. Wenn die Chemie stimmt, darf ich dann zu einem Gspönli ziehen!

Bis dann spiele ich noch mit meinen Freunden hier und mit meinem Pflegemami. Wer weiss, vielleicht ist das schon mein letzter Tagebucheintrag aus der Cava Leonis? Macht's auf jedenfall gut und drückt mir die Daumen, dass alles gut klappt!
Eure Hannita von den Hohneri-Büsi

Samstag, 2. Februar 2019

Samstag
02.02.2019

Neue Vorrechte

Hallo liebe Katzenfreunde,
vor zehn Tagen ist mein Bruder Herbie (der sich bisher Hörbi geschrieben hat) ausgezogen; nun bin ich also noch die einzige Katze hier. Naja, das stimmt natürlich nicht so – denn hier leben ja auch noch drei Einheimisch, die aber viel Zeit draussen verbringen. So verbringe ich viel Zeit ganz in Ruhe für mich, muss meinen Stuhl mit niemand teilen ...... und mein Spielzeug auch nicht. Das hat durchaus seine Vorteile. Wenn sie aber daheim sind, freunde ich mich jetzt je länger je mehr mit den heimischen Katzen an. Weil ich mich ihnen nicht aufdränge, scheinen sie mich auch zu mögen, vor allem Soraya, die etwa gleich gross ist wie ich, spielt manchmal sogar mit mir. Wir lieben es beide, dem Laserpointer nachzujagen, nehmen aber bei der Jagd immer Rücksicht aufeinander. Auch der grosse Gandalf sagt manchmal, er wolle mit mir spielen, aber der ist mir dann doch etwas unheimlich, weil er so riesig ist und so mürrisch sein kann. Hingegen habe ich nichts dagegen, mit ihm das Bett zu teilen. Seit alle anderen ausgezogen sind, hat sich mir nämlich ein neues Zimmer geöffnet: das, wo mein Pflegemami schläft, und wo die Einheimischen jeweils durch ein Loch ins Freie gehen oder herein kommen. Das fand ich am Anfang recht spannend, aber im Moment ist es dort draussen viel zu kalt für mich! Da teile ich lieber das Bett mit den anderen, und Nachts auch mit meinem Pflegemami. Von der lasse ich mich jetzt nämlich auch gern streicheln, ja sogar hochheben. Nach ein paar Sekunden will ich dann aber wieder runter – ich kann ja wohl selbst auf meinen Füssen stehen und beschliesse lieber selbst, wo’s hingeht. Was wohl als nächstes geschieht? Ich habe gehört, irgendwann sollen noch zwei Geschwister meiner ehemaligen Pflegeschwester Candy hier einziehen, aber vielleicht bekomme ich ja schon vorher einen eigenen Lebensplatz? Ich bin nämlich eine ganz liebe, verträgliche Katze, auch wenn ich ziemlich ängstlich bin und neue Situationen gar nicht mag. Aber was nimmt man nicht auf sich, wenn man dafür einen schönen Lebensplatz bekommt!Ah, Soraya kommt gerade heim, die muss ich begrüssen gehen. 
Bis nächste Woche, eure Hannita von den Hohneri-Büsi



Mittwoch, 23. Januar 2019

Mittwoch
23.01.2019

Tschüss Hörbi!

Lieber Hörbi,

nun ist es also wahr geworden: Du hast einen Lebensplatz bei ganz tollen Leuten gefunden, die dir sicher jeden Wunsch von den Augen ablesen werden! Ich bin sicher, auch deine neuen Kumpel werden schnell merken, was für ein lieber, sozialer Kater du bist (naja, so lange es nicht um dein Lieblingsfressen geht 😉). Ich hatte viel Freude an dir, besonders wie du dich gleich von ihrem Einzug an fürsorglich um deine Halbbrüder und um Candy gekümmert hast. Ich werde wohl nie vergessen, wie sie in den ersten Tagen deinen Bauch nach mütterlichen Zitzen absuchten, so gut hast du deine Rolle gespielt!Nun wünsche ich dir ein langes, glückliches Leben, pass im Freien auf dich auf!
Dein Pflegemami, mit deiner Schwester Hannita
Wir haben auch schon erste News von dir bekommen:
Hier einmal die ersten Eindrücke von Herbie in seinem neuen Zuhause. Die Aussicht in den Garten findet er ganz toll, vor allem, wenn unsere Katzen draussen sind. Die erste Nacht war tiptop. Er hat schon an seinen neuen Kollegen schnuppern dürfen durch die Gittertür; einzig Aramis hat etwas gefaucht, aber mehr, weil er die Situation noch nicht so einschätzen kann.
 Wir wünschen dir einen guten Tag uns bis bald! 
 Liebe Grüsse, 

 Manuela, Dominik, Aramis, Gismo & Herbie

Donnerstag, 17. Januar 2019

Donnerstag
17.01.2019

Schon fast draussen!

Juppie, es scheint zu klappen! Gestern kamen meine Leute ein zweites Mal zu Besuch, und sie haben mir versprochen, dass sie mich in wenigen Tagen hier rausholen! Aber auch aus eigenen Kräften bin ich dem Ausbruch noch einmal näher gekommen. Also gut, vielleicht nicht so sehr aus eigenen, als aus Sorayas Kräften: Sie hat mir nämlich wieder einmal die Wohnungstür geöffnet, und während Hannita zu ängstlich war und die Halloween das Ganze verschlafen haben, ging ich auf Erkundungstour. Da ganz zu unterst im Haus gibt es einen ganz spannenden Keller! Da ist jede Menge interessanter Grümpel drin, man könnte sich da stundenlang vergnügen! Aber schon bald kam unser Pflegemami, machte ein paar Fotos und lockte mich dann mit meiner Lieblingsangel wieder in die Wohnung zurück. A propos Wohnung: da ist es recht ruhig geworden, denn vor ein paar Tagen sind alle drei Kleinen ausgezogen. Jetzt muss ich mit meiner Schwester Hannita spielen, und die ist nicht immer zum Raufen aufgelegt. Aber eben, lang geht’s ja nicht mehr, dann kann ich zu neuen Abenteuern aufbrechen und meine zwei neuen Kumpel kennen lernen. Darauf freue ich mich jetzt schon!Macht’s gut, euer Herbie (bisher Hörbi) von den Hohneri-Büsi

Donnerstag, 10. Januar 2019

Donnerstag
10.01.2019

Dem Ausbruch näher!

Miau da draussen!

Ich glaube, ich bin dem Ausbruch aus der Cava Leonis ein gutes Stück näher gekommen. Erstens habe ich mich mit Soraya angefreundet – dass sie die Tür zum Gästezimmer aufmachen kann, wusste ich schon, aber letzte Woche machte sie auch die Wohnungstür auf. Sehr weit sind wir nicht gekommen, nur bis auf den Treppenabsatz, dann ist unser Pflegemami, die auf dem Sofa döste, aufgewacht und hat uns wieder rein geholt. Gestern kam wieder einmal Besuch, und mein Pflegemami sagte, dieses Mal sei es für mich! Es waren zwei ganz nette Leute, die lange mit mir und den Halloween gespielt haben. Ich hörte natürlich genau hin, was sie mit meinem Pflegemami plauderten, und als ich erfuhr, dass er ein Experte in Escape-Rooms ist, war für mich ganz klar, dass der mir helfen wird, hier aus der Cava Leonis rauszukommen. Ich zeigte mich also von der besten Seite, und ich glaube, ich habe ihnen wirklich gefallen! Sonst ist hier alles beim Alten, wir spielen, fangen Roboterfische, raufen, posieren für Fotos, und veranstalten Chaos. Und wenn das Fenster offen ist, schauen wir, was auf dem Balkon so läuft. Euer Hörbi von den Hohneri-Büsi

Mittwoch, 28. November 2018

Mittwoch
28.11.2018

Hohneri-Alltag

Hallo da draussen! 


Jaja, wir sind immer noch hier drinnen, aber keine Angst, es geht uns gut. Das bisschen Durchfall, das wir alle hatten (und das noch immer nicht ganz weg ist), störte uns weniger als unser Pflegemami. Die begann plötzlich, alle Klos mehrmals am Tag zu putzen und auszuwechseln, dann putzte sie wie wild und sprühte so eklig riechendes Zeugs auf unseren Kratzbaum. Und dann mussten wir alle auch noch Tabletten schlucken – igitt! Erst beim dritten Mal wurde es ganz okay, da klebte jede Menge Leberpaste an den Tabletten. Da hat dann sogar Hannita freiwillig Tabletten genommen!
Ich habe viel Spass mit den Halloween, da ist immer etwas los. Und das beste: sie lieben mich. Vor allem Candy, die bewundert mich so richtig. Als ich vor ein paar Tagen vom Tierarzt zurück kam (mehr sage ich nicht zum Tierarzt-Tag!), hat sie mich ganz stürmisch begrüsst und wollte fast nicht von meiner Seite weichen.
Zugegeben, manchmal ist so viel Aufmerksamkeit von einem kleinen Mädchen fast etwas zu viel!
Hannita bekommt dafür hin und wieder Besuch von ihrem externen Bewunderer. Sie hat aber auch ihre Meinung über die Halloween geändert: jetzt spielt und kuschelt auch sie mit ihnen!
Und ich habe meine absoluten Lieblingsspielbällchen entdeckt, die ich gern durch die ganze Wohnung trage.
Oh, ich höre die Kühlschranktür, da muss ich sofort nachschauen gehen. Macht’s gut, 


euer Hörbi von den Hohneri-Büsi
 




Sonntag, 18. November 2018

Sonntag
18.11.2018

Vier Halloween statt einem Hitori

Miau, liebe Katzenfreunde!

Was? Ich bin schon wieder dran mit Tagebuchschreiben? 🙀 Ach ja, Hitori ist ja ausgezogen – und die vier Kleinen, die an seine Stelle gerutscht sind, schreiben ihr eigenes Tagebuch.
Uns geht’s gut hier. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, dass ich jetzt in einer Wohnung lebe – aber ich möchte schon noch immer gern hinaus. Auch an den Hitori hatte ich mich eingermassen gewöhnt, meistens spielten die beiden Buben ihre Rauf- und Jagdspiele sowieso miteinander und ich hatte meine Ruhe. 
Mit den Halloween ist das ein bisschen anders, das sind so viele, da ist immer irgendwo einer, wo man sich hinwendet! Damit die ja nicht auf blöde Gedanken komme, fauche ich sie jedes Mal an, wenn sie in meiner Nähe sind.
Aber eigentlich sind sie lieb, und eigentlich interessieren sie mich ja schon auch ein wenig. Ich werd mir noch überlegen, ob ich doch noch Freundschaft schliessen soll. Hörbi findet sie jedenfalls sehr cool, er spielt mit ihnen, beobachtet sie, und putzt sie sogar!Auch die Menschen scheinen die Halloween total süss zu finden. Heute kam eine Freundin von unserem Pflegemami und fotografierte sie und Hörbi - ich hielt mich gut versteckt, denn Besucher mag ich nicht. Aber die Bilder, die sie von Hörbi machte, sind schön!
Für den Moment ist das alles, was ich zu erzählen habe. Macht’s gut, 

eure Hannita von den Hohneri-Büsi

Sonntag, 4. November 2018

Sonntag
04.11.2018

Tschüss Hitori

Hallo liebe Leser!

Nun habt ihr eine Weile nichts von uns gehört, dabei ist hier eine ganze Menge los gewesen! Mit unserem Freund Hitori wurde uns nie langweilig; der kann spielen wie ein Grosser, hat Energie für drei – und er hat uns gezeigt, dass das Schmusen mit Menschen wahnsinnig gut sein muss. Also ... gezeigt hat er es uns, so ganz überzeugt ist vor allem meine Schwester Hannita noch nicht! 
Was unser Escape-"Spiel" angeht: wir sind noch immer nicht draussen! Einmal glaubten wir, wer hätten’s geschafft, aber das Gästezimmer entpuppte sich als Sackgasse. Spannend fanden wir aber, dass offenbar nicht nur Katzenbäume, sondern auch Menschenbäume gibt: Im Gästezimmer hat es eins, mit je einem Menschenbettchen unten und oben. Wir machten es uns bald im oberen gemütlich!
Ein weiteres Zimmer war ebenfalls eine Sackgasse – aber dort fanden wir ein vielversprechendes Fenster! Wenn wir das nur aufbrächten! Die Chancen dafür sind aber klein, denn seit diesem einen Mal haben wir es nie mehr geschafft, in jenes Zimmer vorzudringen. Dort leben nämlich die Einheimischen, von denen uns eine ganz kritisch unter dem Vorhang durch beobachtete. 
Vor ein paar Tagen gab’s dann plötzlich Hochbetrieb! Unser Pflegemami stellte eine Transportbox in den Käfig in unserem Zimmer, und daraus kamen drei rot-weisse Kinder gehüpft. Aber – die kannten wir doch? Die waren nämlich schon in unserem Garten, sprangen immer bei der Futterstelle rum! Die waren aber gewachsen in den drei Wochen!  Hitori, der die Kleinen ja noch nicht kannte, war ganz aufgeregt und machte einen Riesenschwanz!
Am nächsten Tag wurden dann unsere Klos vor die Türe gestellt und wir durften den ganzen Tag und sogar die Nacht durch in der Wohnung bleiben und in der Küche fressen. Durch die Scheibe sahen wir, wie die Kleinen «unser» Zimmer unsicher machten. 
Am Freitagabend kam dann eine Familie zu Besuch. Hannita und ich versteckten uns die meiste Zeit ganz hinten im Gang, aber Hitori genoss es, von all diesen Leuten gestreichelt und bespielt zu werden.  Es gefiel ihm so gut, dass er beschloss, gleich mit ihnen mitzugehen. Allerdings hatte er vergessen, wie sehr er Transportboxen hasst, und wir hörten ihn schon im Treppenhaus reklamieren! 
Kaum war Hitori weg, durften wir die Kleinen näher kennen lernen. Und dann kam noch eine Überraschung: die Kleinen hatten eine noch Kleinere mitgebracht! Als unser Pflegemami sie rausholte und für ein Vorstellungsfoto aufs Sofa stellte, ging ich mich gleich vorstellen. Man muss doch wissen, mit wem man die Wohnung teilt, oder? 
So, ich gehe jetzt mit den Kleinen spielen, 
liebe Grüsse von mir, Hörbi von den Hohneri-Büsi


Lieber Hitori, 

du warst zwar nur kurz bei mir, aber du hast mit deinem energiegeladenen Spielen, dem fast schon ekstatischen Schmusen und deinem durchdringenden Fordern nach Nähe einen bleibenden Eindruck hinterlassen! Deinen Pflegegeschwistern Hannita und Hörbi warst du nicht nur ein guter Kumpel, sondern auch ein gutes Vorbild in Sachen Menschevertrauen, und für Hörbi warst du ein ausgezeichnerter Spielgefährte. Ich wünsche dir viele glüchliche Jahre bei deiner neuen Familie – ich bin sicher, du wirst dort so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie du gern hast. 

Alles Gute, dein Pflegemami aus der Cava Leonis



Mittwoch, 24. Oktober 2018

Mittwoch
24.10.2018

Eine Stufe weiter, neue Freunde

Hallo liebe Tagebuchleser
 Wir haben die nächste Stufe unseres Escape-Spiels geschafft! Wir sind zwar nicht durch das Fenster ins Freie gekommen, aber immerhin durch die Zimmertür in die Wohnung! Der Trick, die Zimmertür zu öffnen, war nicht ganz einfach: wir mussten uns streicheln lassen und zeigen, dass wir uns getrauen, ganz nah am Pflegemami vorbei zu gehen. Das können wir inzwischen beide gut!



Ich, Hannita, zucke zwar immer bei der ersten Berührung noch etwas zusammen, aber wenn ich die Hand dann in meinem Fell kraulen spüre, geniesse ich das doch und schnurre fein. Mein Bruder Hörbi schnurrt dabei ganz laut.
Und dann haben wir da noch einen Pflegebruder bekommen – der kann vom Kuscheln mit dem Pflegemami gar nicht genug bekommen!



Unser Pflegebruder kommt nicht von unserem Dorf – er hat sogar einen japanischen Namen: Hitori heisst «allein», weil er eben allein in einem Quartier rumstrolchte. Dabei hat er wohl gelernt, laut nach Aufmerksamkeit, Menschen und Futter zu schreien: die ersten zwei Tage war das fast nicht auszuhalten mit ihm! Mit der Zeit wurde er aber heiser, und inzwischen plaudert er nur noch, schreit aber nicht mehr.



Wir haben uns schnell mit Hitori angefreundet – weil er aber beim Spielen und Fressen doch etwas allzu stürmisch ist, sind wir noch nicht so ganz ganz dicke Freunde geworden.



Mit meinem Bruder kuschle ich hin und wieder, aber er ist ein richtiger Teenager-Rowdy geworden und kommt mir manchmal sehr rüpelhaft! 


Dafür habe ich jetzt einen Verehrer, der mich am Fenster besuchen kommt ❤️: Er heisst Pablo, gehört nicht zu diesem Haus, und mein Pflegemami meint, er sei wohl mehr an unserem Futter als an mir interessiert. Aber er macht mir immer so schöne Augen, ich denke, ich gefalle ihm wirklich!



Ich beginne langsam, die warme Stube zu schätzen, möchte aber noch immer unbedingt ins Freie. Also denn: Wer adoptiert mich und holt mich hier raus? Auch Hörbi möchte gern wieder ins Freie, er mag zwar die Spielstunden hier, aber Insekten, Mäuse und Vögel zu jagen wäre halt schon toll!



Hitori hätte sicher auch Freude, wieder ins Freie zu dürfen – ihm ist aber die Nähe zu seinem Menschen fast wichtiger. Er ist glücklich, wenn er dem Pflegemami so nah wie möglich sein kann, würde am liebsten zu ihr ins Bett schlafen gehen!



Also denn, ihr hört nächste Woche wieder von uns, eure Hannita von den Hohneri-Büsi


Hannita


Hörbi


Hitori

Samstag, 13. Oktober 2018

Samstag
13.10.2018

Soll das ein Spiel sein?!

Hallo alle da draussen!
 Wir sind Hannita und Hörbi, und wir kommen aus einem Dorf, das Hohneri heisst - oder so ähnlich. Dort wurden wir, zusammen mit noch etwa einem Dutzend Kollegen, von einer Frau gefüttert, die sich ganz gut um uns gekümmert hat und uns allen «Büsi» gesagt hat. Deshalb heissen wir im Verein jetzt Hohneri-Büsi.
 
 


Seit gestern sind wir in der Cava Leonis. Ich glaube, das ist ein Escape Room – kennt ihr das? Das ist ein Spiel, wo man in einem Raum eingesperrt wird und dann durch intelligentes Kombinieren und Ausprobieren den Weg hinaus finden muss. Also die ersten zwei Stufen haben wir schon mal geschafft:
Damit der Transportkorb geöffnet wird, muss man offenbar einfach immer fauchen, wenn jemand in die Nähe kommt. Das haben wir schon gestern geschafft – einmal beim Tierarzt (der übrigens sehr zufrieden war mit unserem Gesundheitszustand, uns aber trotzdem mehrmals piekste), und dann hier in der Cava Leonis.



Bei der zweiten Stufe ging’s darum, wie das Kaninchengehege sich öffnet. Ich bin nicht ganz sicher, was da der Trick war: Aus dem Schäleli fressen? Zeigen, dass man das Klo als solches erkannt hat? Oder einfach stillhalten und – im Gegensatz zur ersten Stufe – eben nicht fauchen? Egal, das Gehege steht jetzt offen und wir können uns frei im Zimmer bewegen, aber auch zurück in den Transportkorb und uns dort verstecken.



Heute morgen haben wir uns erstmal ausgeruht vom Erkunden und Durcheinanderbringen des Zimmers. Am Nachmittag ging’s dann an die dritte Stufe des Escape-Spiels: Wie kommt man aus dem Zimmer? Sicher am ehesten da, wo frische Luft rein kommt.



Aber da ist ein Gitter, und daran beissen wir uns noch die Zähne aus. An den Befestigungen knabbern, am Gitter hochklettern, einfach durchschauen – bis jetzt hat gar nichts geklappt.



Laut unserem Pflegemami ist der Trick, möglichst lieb zu sein und sich schnellstens adoptieren zu lassen, dann kämen wir in ein neues Zuhause, wo wir dann raus dürfen. Und raus möchten wir unbedingt, denn wir sind im Freien aufgewachsen – also denn, liebe Leute, die ihr in schönen Gärten wohnt, kommt uns besuchen! Wir sind sicher, wir finden den Trick, euch von unserem Charme zu überzeugen!


 
Bis nächste Woche, euer Hörbi von den Hohneri-Büsi