Tagebuch «Red Hood»

Donnerstag, 30. Mai 2019

Donnerstag
30.05.2019

zu Besuch bei Pepita & Canela

Heute durfte ich Pepita und Canela besuchen! Ich war sehr gespannt, was man mir über sie berichten würde. Als meine Pflegis damals hatte mich Pepita, aka Myra, viele Wochen lang angefaucht, bis sie sich plötzlich entschied, doch noch zutraulich zu werden. 😻 Canela, aka Sharona, war zwar selbst für eine Katze extrem neugierig gewesen, doch sie achtete peinlich genau darauf, stets ausser Reichweite zu bleiben. 😏
 
Aus den beiden roten Tigermädchen sind zwei prächtige, junge Ladies geworden!
Die herzige Pepita ist ein richtiges Schleckmäulchen. 😋 Es war daher nicht allzu schwierig für die Familie, Zugang zu finden und schliesslich auch ihr Vertrauen zu gewinnen, indem sie viel mit ihr spielte und ihr so zeigen konnte, dass alles in Ordnung ist und Streicheleinheiten etwas Tolles sind. Pepita liebt es, im Mittelpunkt zu stehen, fordert lautstark nach Futter und Aufmerksamkeit und lässt sich auch von den Kindern, zwei einfühlsamen Mädchen, hochheben und tragen. 😘Bei meinem Besuch sassen wir auf der Terrasse, und Pepita ging ein und aus, spielte, nahm einen Snack, jagte Insekten, schaute nach den Mädchen, drehte eine Runde ums Haus und war wieder da. Beide gehen nie weit weg und verbringen die Nächte in der Sicherheit des Hauses, wo sie mit im Bett schlafen dürfen. ❤️
Wie erwartet, erwies sich Canela im Umgang als wesentlich härtere Nuss: sie war misstrauisch, clever und unbestechlich. 🙄
Schon während der Vermittlung war Herrchen sehr skeptisch bezüglich Canelas Verhalten gewesen, und ich hatte davor gewarnt, die Kinder könnten von Canelas Distanziertheit frustriert werden. Aber Frauchen war von Anfang an absolut überzeugt gewesen von ihr. 
– Und sie hat uns allen gezeigt, was man mit Liebe, Geduld und Einfühlungsvermögen zustande bringen kann. Bei meinem Besuch durfte ich gleich eine Handyaufzeichnung sehen, die mich total umhaute: Canela als Kampfschmuserin! Sie genoss nicht nur die Streicheleinheiten, sondern forderte sie auch vehement ein, kletterte auf ihr Frauchen und konnte ihr nicht nah genug sein. ❤️
Es war ein echtes Highlight, dies zu sehen, ich bin sehr beeindruckt. 👍
Gegenüber Fremden ist sie immer noch misstrauisch. Ich knipste ein paar Bilder von ihr unterm Bett. Für mich war klar, dass sie sich mir nicht anders zeigen würde. Umso grösser war meine Überraschung und Freude, als sie sich wenig später mit Hilfe von Leckerlis und Pepita auf die Terrasse locken liess. Die ganze Familie ist superglücklich mit ihren roten Tigermädchen – und die sind es ganz offensichtlich auch!
Herzlichen Dank für dieses wunderschöne Zuhause! 😍
 

Donnerstag, 30. Mai 2019

Donnerstag
30.05.2019

zu Besuch bei Jesse James

Heute durfte ich Jesse James besuchen! Ich freute mich auf den lustigen, lieben Burschen. Anders als seine Schwestern war er als Pflegi schnell zutraulich geworden. Nicht aufdringlich, einfach ein unkomplizierter, lieber kleiner Kater. ❤️
Nach dem Umzug in sein neues Zuhause zeigte er sich in den ersten Tagen verständlicherweise etwas zurückhaltend. Aber nicht lange. Seine Menschen sind sehr einfühlsam und verwöhnten ihn von Anfang an mit Spielen, Leckereien und vielen Streicheleinheiten. So fasste er schnell Vertrauen und fühlte sich zu Hause. 😎
Aber da war noch Pascha, der schwarze Kater. Dieser wusste am Anfang nicht so recht, was er mit dem kleinen Roten anfangen sollte. Jesse James wurde aber nicht müde, ihn zum Spielen aufzufordern, und plötzlich fand Pascha Gefallen an der Rolle des grossen Bruders. Er begann auch wieder mit Spielsachen zu spielen, die ihn vorher längst nicht mehr interessiert hatten. Zum Beispiel mit dem Rascheltunnel im Wohnzimmer. 👍

Die beiden Kater, rot und schwarz, streifen oft gemeinsam durch den angrenzenden Wald oder ducken sich ins hohe Gras, um Fussgänger und Hunde zu beobachten, ohne selbst entdeckt zu werden. Die Gegend ist für Katzen abwechslungsreich und super spannend. 😄
Durch eine Katzenklappe können sie ein und aus, wie ihnen beliebt, was sie auch intensiv nutzen. 

Bei meinem Besuch beäugte er mich zuerst aus der Deckung, doch den mitgebrachten Spielsachen konnte er nicht lange widerstehen. Die Neugier siegte schnell. 😏 Pascha war sofort zur Stelle, um das Baldriankissen zu testen.
Später durften sie raus, und ich versuchte, ein paar Aussenaufnahmen knipsen (die leider nicht gut wurden 😠). Das Wetter war eher bescheiden, so kehrten die Jungs bald wieder in die Wohnung zurück und kuschelten sich zusammen auf einem Sessel ein. 😻Jesse James ist ein grosser Glückspilz! Er hat einen tollen Katerkumpel, wird von seinen Menschen geliebt und verwöhnt und hat schon ein tiefes Vertrauen zu ihnen aufgebaut. Er freut sich sogar, wenn die Enkelkinder zu Besuch sind. Die kleinen Zweibeiner waren ihm an Anfang höchst suspekt, doch inzwischen weiss er, dass ihr Besuch eine Menge Spiel und Spass bedeutet. 😋

Herzlichen Dank für dieses wunderschöne Zuhause! ❤️

Sonntag, 3. Februar 2019

Sonntag
03.02.2019

ein eigenes Zuhause

Hola Amigos! 
 
Myra heisst nun Pepita, und ich bin Canela! 😎
 
Aber von Anfang an: vor einigen Tagen haben wir Besuch von einer total lieben Familie gekriegt. Noch nie sahen wir so viele Leute in unserer kleinen Bude. Meine Schwester achtete zwar auf Sicherheitsabstand, blieb aber in der Nähe und liess sich von allen Seiten bewundern. Ich hingegen verschanzte mich auf dem sicheren Kleiderschrank. Um mich überhaupt sehen zu können, musste eine kleine Leiter zum Einsatz kommen. 
Obwohl wir zweifellos total hübsche und gesunde Mädels sind, ist es sehr wichtig, dass sich alle im Klaren darüber sind, dass wir noch ziemlich scheu sind und viel Training brauchen, bevor wir uns problemlos am Familienleben beteiligen können. 
Die Familie beriet sich gewissenhaft, und schliesslich kam der ersehnte Anruf mit der wunderschönen Nachricht, dass wir endlich unser eigenes Zuhause gefunden haben! 😻
Mina hoffte es so sehr, denn sie hatte sofort gemerkt, wie einfühlsam und verständnisvoll die Familie ist und dass sie uns alles bieten kann, was wir uns so sehr wünschen - inklusive katzenfreundlicher Umgebung. Ich freue mich total auf den Freigang später und bin sehr gespannt, was sich da alles erlegen und erbeuten lässt. Im Herzen bin ich halt immer noch ein Wildfang! 😉
 
Die letzten Tage verbrachten wir mit unseren Freunden, spielten, faulenzten und packten unsere Reisetasche mit Spielsachen, Futter, Snacks und meinem völlig zerfetzten Lieblingskarton. 😏
 
Als es dann soweit war, liess ich mich zu Minas Überraschung problemlos eintüten. Myra/Pepita hingegen flippte völlig aus, womit Mina gar nicht gerechnet hatte und was ihr sehr, sehr leid tat. Trotzdem liess sie sie nicht los, und nach einem kurzen, heftigen Schrecken für alle Beteiligten, war das Schlimmste auch schon vorbei. 
Unsere neuen Menschen hatten gewartet und wurden jetzt erst in die Wohnung gebeten, denn sie sollten nicht mit unserem Stress in Verbindung gebracht werden. - Ha! Als ob wir nicht längst bemerkt hätten, dass heute etwas im Busch ist! 
Wir sassen in den Boxen im stillen Kämmerchen, beruhigten und sammelten uns, während es nebenan noch kurz ein paar Tipps und Papierkram gab, und dann ging die Reise ins grosse Abenteuer auch schon los! 👍
 
Ihr werdet von uns lesen – spätestens, wenn Mina uns zur Nachkontrolle besucht hat! 
Macht’s gut, Eure Bandidas,
Canela & Pepita
 


Ich bin so dankbar, dass die beiden lieben und herzigen Katzenmädchen ein so schönes, fürsorgliches Zuhause gefunden haben, obwohl sie nicht die Mutigsten sind und viel von ihren wild lebenden Eltern behalten haben. 😏
Es ist so schön, dass ich immer wieder Menschen kennenlernen darf, die keine unerschütterlichen Schosskatzen erwarten, sondern, wie ich, auch Freude an ursprünglichen Raubtieren haben, in die man noch viel Arbeit und Zeit investieren muss.
Durch meine aktuelle Situation konnte ich mit den beiden leider nicht so ruhig und viel arbeiten, wie es nötig gewesen wäre. Trotzdem hat besonders Myra beeindruckende Fortschritte gemacht. Monatelang hatte sie mich angefaucht, wenn sie mich nur gesehen hatte. Aber mit der Zeit wurde aus dem verunsicherten Fauchen ein freundliches Miepen, und schliesslich schlief sie sogar in meinem Arm auf dem Sofa. 😻
 
Sharona erwies sich als härtere Nuss. Es besteht aber die gute Chance, dass sie einfach mit mir nicht so recht warm werden wollte und im Umgang mit neuen Menschen - und ohne ihren wilden Freund Scipio an der Seite - ein neues Verhalten ausprobieren und zutraulich werden wird. 
 
Für die beiden "Rotkäppchen" und ihre Familie begann heute eine spannende und sicher nicht immer einfache Zeit. Aber irgendwie bin ich überzeugt, dass sie sich alle zusammenraufen und noch viel voneinander lernen werden! 
 
Alles Gute euch allen. Von ganzem Herzen! ❤️
Mina

Sonntag, 20. Januar 2019

Sonntag
20.01.2019

Neues Spiel, neues Glück

Hallo liebe Katzenfreunde
Das Jahr ist immer noch neu, und gut ist es auch noch! 👍
Wir haben es voller Tatendrang begonnen… oder eher Mina, denn wir hatten kein Mitspracherecht. Stellt euch vor: eines Nachts fanden wir absolut nichts mehr zu fressen! Das war noch nie vorgekommen! Wir machten uns Sorgen: so gaga war Mina also schon geworden, dass sie sogar unser Futter vergass?! 😯
Wir beschwerten uns aber nicht und freuten uns stattdessen umso mehr aufs Frühstück.
Doch am folgenden Morgen gab es immer noch nichts zu Futtern, und damit der seltsamen Vorgänge nicht genug: normalerweise respektiert Mina, wenn Sharona keinen Körperkontakt wünscht. Aber an diesem Morgen wollte sie sich auch meine Schwester unbedingt schnappen. Zwei, drei fiese Tricks, und schon sassen Sharona und ich in Transportboxen. 🙀 Mit dem Auto fuhren wir in die Arztpraxis und wurden prompt schlafen gelegt. 
 
 
Als wir am Nachmittag abgeholt wurden, war ich längst wach und wollte einfach nur nach Hause. Sharona hingegen dämmerte noch vor sich hin. Sie war ziemlich plem-plem und schlief immer wieder ein. 
Wieder in La Rocca, begrüsste ich meine Freunde, und nach einem Kontrollgang spielte ich in der Stube mit meinen Lieblingsmäuschen und den Fummelkartons und genoss Minas besondere Fürsorge. Sharona hingegen torkelte ziel- und planlos durch die Räume, bis sie Crixus irgendwann davon überzeugen konnte, den Rausch unter der Bettdecke erst mal ordentlich auszuschlafen. 😻
Am späteren Abend ging es ihr bedeutend besser, und am folgenden Morgen war sie wieder ganz die alte! 
 
Was soll das heissen, bauchfrei ist nicht mehr in Mode?
 
Dieser Kastrations-Trip war zum Glück die grösste Aufregung in letzter Zeit gewesen! 
In einigen Wochen soll es aber so richtig rund gehen! Ende Februar wird die neue Katzenfestung einzugsbereit sein. Falls Sharona und ich bis dahin noch kein eigenes Zuhause gefunden haben, werden wir mit unseren Freunden umziehen. 
Mina hat schon ganz viel vorbereitet und packt fast täglich neue Kartons. Dadurch verändert sich für uns ständig die Landschaft, wobei unsere Kratzbäume, Catwalks und Spielsachen erst ganz zuletzt an die Reihe kommen sollen. Möbel sind leergeräumt und halb zerlegt, sodass wir viele neue Winkel und Verstecke erkunden können. Und natürlich haben wir alle den grössten Plausch an all den Kartons und Kistentürmen! 😸
 
Ich bin eine echte Schmusekatze geworden. Hatte ich Mina monatelang mit Fauchen begrüsst, lasse ich nun ein fröhliches «mip!» verlauten und liebe es, gestreichelt und auf den Arm genommen zu werden. Wirft sie für mich ein Bällchen, springe ich ihm gurrend hinterher. Gibt es Leckerli, bin ich sehr aufdringlich, und wenn das Nassfutter nicht schnell genug serviert wird, kann ich auch mal frech miauen. Meine anfängliche Angst und Scheu sind endgültig vorbei! 
Vor fremden Menschen habe ich halt immer noch tierisch Schiss. 😔 Ich kann mir aber vorstellen, dass ich mich, mit genug Zeit, ebenso gut an einen neuen Menschen gewöhnen könnte, wenn die Chemie stimmt.
Sharona ist eine viel härtere Nuss. Es gibt nur eine Situation, da sie etwas streicheln und kraulen toleriert: im Bett, mitten in der Nacht oder am frühen Morgen. Besonders schön findet sie das nicht, aber sie denkt wohl, dass sie es sich gefallen lassen muss, wenn sie schon stundenlang auf Minas Beinen schläft. Ansonsten achtet sie sehr auf Abstand. 
Vielleicht kann sie zu einem neuen Menschen mit passender Energie und mehr Geduld eine tiefere Beziehung aufbauen. Vielleicht wird sie aber immer zu den Katzen gehören, die lieber mit anderen Katzen kuscheln als mit Menschen. Wer weiss? 😏
 
Sharona und ich spielen oft und ausgeglichen zusammen. Aber ich habe mehr Temperament und bin deutlich unternehmungslustiger. Tagsüber spiele ich manchmal allein, am liebsten mit Rasselmäuschen, weil die anderen alle so schrecklich faul sind und problemlos den ganzen Tag verpennen können. 🙄
 
Als es draussen noch warm war, liebten wir den Balkon über alles und träumten sehnsüchtig vom Freigang. Mittlerweile sind wir memmige Stubenkatzen geworden. Den Schnee fanden wir besonders blöd. Bei diesen Temperaturen genügen uns Minas Rauchpausen auf dem Balkon, und wenn sie uns ruft, eilen wir in die Wärme, damit sie die Tür schliessen und die Kälte wieder aussperren kann. 
Sharona könnte durch die Katzenklappe reinkommen, ja, das beherrscht sie! Raus ist sie noch nie. Ich kann mich weder mit dem einen noch dem anderen Weg anfreunden. Ich beanspruche lieber den Portierdienst! Na ja, wenn es draussen wieder schön ist, ist der Ansporn, die Katzentür zu benutzen, vielleicht grösser als jetzt, und ich werde das auch noch lernen. 😸
 
Bis zum nächsten Mal – 
Eure Red Hood Schwestern 
 
Myra
 
& Sharona

Sonntag, 30. Dezember 2018

Sonntag
30.12.2018

back in red

Hallo liebe Katzenfreunde
 
Wir entschuldigen uns, dass ihr so lange auf Neuigkeiten von uns warten musstet! Dafür seht ihr nun deutlich, wie gross wir inzwischen geworden sind! Richtige kleine Ladies, sagt Mina. 😻
 
 
Spielen und Trainieren ist für uns das Wichtigste! In der Katzenfestung La Rocca steht uns eine Menge Zeugs zur Verfügung. Der Spielbogen, die Kugelbahn und Mäuschen sind uns nach wie vor das Liebste. Dazu kommen allerhand spannende Dinge, die  Sharona aufm Balkon findet und gern unter den Läufer im Flur fummelt. Teile der Schilfmatte, dörre Blätter und Dreckklumpen werden da buchstäblich unter den Teppich gekehrt. 😄
Auch mit leeren Kartonschachteln und zerknülltem Papier können wir uns herrlich amüsieren! Zwischendurch bringt uns Mina neues Spielzeug, worüber wir uns mal mehr, mal weniger freuen. 
 
Die Stinkparties mit Baldrian-Plüschis sind immer eine willkommene, lustige Abwechslung! Auch der Tunnel macht uns ganz viel Spass.
 
Vom Intelligenzspielzeug hingegen haben uns eher die Kugeln interessiert, die sehr laut über Platten und Parkett rollen. Als Tante Corva an der Reihe war, hatten wir sowieso keine Chance mehr, ein Trockenfutter-Leckerli zu erhaschen. Aber wir sind ja nicht doof und wissen, wo die Näpfe stehen. Da kann man sich ganz einfach bedienen. 😋
 
Ein totaler Flop war eine Kratz-Rampe aus Karton. Mina brauchte seltsamerweise ewig für den Zusammenbau. Wir hingegen hatten sie in nur 2 Minuten zerlegt. Über Nacht machten wir aus den Seitenwänden Konfetti. 🙀
 
Ganz am Anfang hatten wir total Schiss vorm TV. Inzwischen ignorieren wir ihn meistens, denn was da erzählt wird, ist entweder dummes Zeug, oder wissen das alles längst. 😏 Läuft jedoch eine spannende Doku über unsere grossen Verwandten, verfolge ich das Geschehen in der Flimmerkiste ganz gebannt. Sharona interessiert sich eher für intellektuelle Sendungen...
 
Am allerliebsten beschäftigen wir uns miteinander und mit unseren Freunden. Sharona orientiert sich stark am Wildfang Scipio und ist vielleicht deshalb immer noch scheu Mina gegenüber. Da hat sie sich ein schönes Vorbild genommen! Nur nachts oder am frühen Morgen im Bett, wenn sie es sich auf Minas Decke bequem gemacht haben, lassen Sharona und Scipio freiwillig Berührungen zu und finden es manchmal sogar schön. Eine Ausnahme, aber vielleicht ein Anfang. 😍
Ich hingegen mag Streicheleinheiten inzwischen sehr, sitze auch gern einen Moment lang aufm Arm oder mache es mir auf Minas Schoss gemütlich. 
Aber vor einem Kontakt muss ich stets auf freundliche, langsame Annäherung bestehen. Hektik verunsichert mich sofort und lässt mich fauchend das Weite suchen. Hat die Streichelei mal angefangen, finde ich sie richtig schön und kann sie so lange geniessen, bis mir etwas Wichtigeres in den Sinn kommt. 😎
 
Mit der Vermittlung hat’s ja irgendwie noch nicht geklappt, dabei sind wir gesund und gar nicht so kompliziert. 😉 
Sharona und ich suchen ein gemeinsames, ruhiges Zuhause, wo keine rüpelhaften Kater wohnen. Softies wie Crixus wären okay. Wir möchten aufs Land ziehen und via Katzentürchen ein- und ausgehen können. Wobei ich das dann noch lernen müsste. 🙄 
Unsere künftigen Menschen sollten uns geduldig die Zeit zum Ankommen und Auftauen geben und uns dabei sanft unterstützen. Für Spiele und Leckereien sind wir sehr empfänglich, so als kleiner Tipp am Rande.
Leute, die sich mit scheuen Katzen auskennen, wären ideal, damit sie nicht frustriert sind, wenn wir nicht so schnell Vertrauen fassen, wie erhofft. - Ja, also, das wäre unsere Wunschliste... hm... sie liesse sich natürlich problemlos erweitern, aber wir wollen ja nicht unbescheiden wirken... Okay, sagen wir so: dies ist der unverhandelbare Teil unserer Wunschliste 😸.
Bis  wir also unser neues Zuhause gefunden haben, lernen wir vielleicht noch ein paar Tricks und mehr Selbstbewusstsein von unseren Freunden hier. 
 
Wir wünschen euch und euren tierischen Freunden ein gesundes, glückliches 2019! ❤️
Eure Red Hood Gang, Myra
& Sharona
 
 
 
 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Mittwoch
24.10.2018

Tschö, Jesse James

Hey ho hi Katzenfreunde
 
 Jesse James’ Auszug ist schon fast eine Woche her. Seine letzten Stunden in La Rocca haben wir dokumentiert: 😉
 


Moment, erst will ich mir eine schöne Frisur machen lassen. Crixus sorgt auch für eine saubere Schnute. ❤️



Jetzt bin ich bereit!



Die Mädels Myra und Sharona indes geniessen es, im Mittelpunkt zu stehen und die Spiele laufen etwas gesitteter ab. 😃 Was nicht bedeutet, dass sie langsam oder gar langweilig wären. Nein, gar nicht! Wenn es Zeit zum Spielen und Toben ist oder eine Fliege gefangen werden muss, geht ganz schön die Post ab! 😁 Trotz Neugier, Jagdinstinkt und Akrobatik verhalten sie sich aber rücksichtsvoller und kontrollierter als Jesse James.



Die grossen Kater Crixus und Scipio kümmern sich manchmal liebevoll (Crixus), manchmal etwas ruppig (Scipio) um die kleinen Damen und bringen ihnen immer noch viel bei. Mit mir, Mina, haben sie schöne Fortschritte gemacht. Liegt es daran, dass Jesse aus dem Weg ist, der sich immer vorgedrängt hatte, liegt es daran, dass ich Ferien habe und mehr Ruhe ausstrahle? Jedenfalls bin ich positiv überrascht, wie vor allem Myra in der letzten Woche aufgetaut ist.



Bei Fremden trauen sie sich jedoch noch nicht aus dem Versteck. Vorsicht ist nun mal die Mutter der Porzellankiste. 💡

Sharona macht sich noch immer nicht viel aus Streicheln, aber nachdem man sich eine Weile mit ihr beschäftigt hat, lässt sie sich problemlos anfassen und hochheben. Sie hat bald genug davon, aber sie muss es ja nicht schön finden, es reicht vorderhand, wenn sie keine Angst vor einem hat. Ihr Fell ist unheimlich dicht und flauschig, und wenn es um Spiele und Leckereien geht, vergisst sie ihren Sicherheitsabstand. 😉



Myra hingegen könnte bald eine echte Schmusekatze werden, wenn es so weitergeht. Man kann nicht einfach hingehen und sie packen. Auch Myra braucht eine Aufwärmphase durch Spielen oder Leckerli, dabei sanfte, beiläufige Berührungen, und plötzlich findet sie es toll und kommt dann sogar selbst, um Schmeicheleien einzufordern. Während einer Fliegenjagd hat sie gar keine Probleme, einem anzuspringen, wenn es die Taktik erfordert. 😊 Auch wenn das Futter nicht schnell genug serviert wird, drückt sie einem die Krallen ins Bein mit der Bitte, man möge doch bitte einen Zahn zulegen. Die Anlaufzeit wird immer kürzer, die Hemmschwelle immer kleiner.




Lieber Jesse James

Es war mir eine Freude, dich beherbergen zu dürfen!
Ich hatte sofort gespürt, dass du eine coole Socke bist! Bei unserer ersten Begegnung drückten wir dir und deinen Schwestern gleich die erste Wurmkur ins Schnäuzchen. Während sie sich aufführten, als ginge es um Leib und Leben, konntest du dich noch in meinem Arm beruhigen und begannst sogar zu schnurren. ❤️

Und genauso ging es weiter. Obwohl du keinerlei Erfahrungen mit Menschen und dem Leben in einer Wohnung hattest, verhieltest du dich immer neugierig, lieb und aufgeschlossen, was von einer Menge Selbstbewusstsein zeugt.

Für deine Schwestern warst du im Spiel etwas zu wild, deshalb freue ich mich riesig, dass wir das ideale Plätzchen für dich bei einem jungen Kater gefunden haben. Mit ihm wirst du dich so richtig austoben können, und nach der Eingewöhnung wird er dir ein tolles Gebiet aus Wald und Wiesen zeigen, wo du kleiner Jäger voll auf deine Kosten kommen wirst. Deine Menschen sind ganz vernarrt in dich und sorgen dafür, dass du tun und lassen kannst, wie dir beliebt.

Mach’s gut, kleiner Bandit, und gib gut auf dich Acht! 💋

Sonntag, 7. Oktober 2018

Sonntag
07.10.2018

Greenhorns

Howdy Katzenfreunde!

Ihr habt länger nichts von uns gehört… aber wie heisst es so schön: Keine News sind gute News! – Okay, das ist ne miese Ausrede, weil wir zu faul (oder viel zu beschäftigt) fürs Tagebuch sind. 😊

Tatsächlich haben wir wirklich nur Gutes zu berichten: ausser gelegentlichen, leichten Augen-Entzündungen (Myra & Jesse) sind wir gesund, munter, unternehmungslustig und gut im Futter. Das ist mal das Wichtigste! 😁

         
         

Aber bei weitem nicht alles: Jesse James hat supertolle Bewährungshelfer gefunden! 👍 In zwei Wochen wird er bereits in seinem neuen Zuhause sein und sich mit einem jungen Kater anfreunden, der ihm bald alles beibringen wird, was man als grosser Wald- und Wiesenjäger beherrschen muss. Jesse hatte grosses Glück, so liebe Menschen zu finden, die an einer aus Katzensicht herrlichen Lage wohnen, über viel Zeit und Katzenwissen verfügen und bereits die schöne Erfahrung machen durften, dass sich ihr Kater gern und liebevoll um jüngere Katzen kümmert. Klingt, als wäre der ein Bisschen wie Onkel Crixus! ❤️
Dem kann man lustige Streiche spielen...hihi... aber auch lieb kuscheln.

         

Wir Mädels warten noch aufs ideale Plätzchen und werden bis dahin noch besser lernen, Zutrauen zu fassen. In manchen Situationen lassen wir uns problemlos streicheln oder gar aufheben. Wir müssen beide immer einen ersten Schrecken überwinden, was Myra nach wie vor mit Fauchen zeigt. Sie geniesst es dann aber sehr, liebkost zu werden und schnurrt zufrieden vor sich hin.
Beim Spielen lässt sich Myra vom frechen und draufgängerischen Jesse James stark verunsichern. Daher wollen wir im neuen Zuhause keinen Hallodri, der dauernd in unsere Mädchenspiele prescht. 😠

         
         

Ich, Sharona, halte dieses Streichelzeug für Zeitverschwendung. 😞 Ich habe nicht wirklich Angst, ich kann’s nur selten geniessen. Ehrlich gesagt, kuschle ich lieber mit Kater Scipio als mit Mina. Sie bedauert, dass ich mich nicht gerne knuddeln lasse, weil sie findet, ich hätte ein bemerkenswert dichtes und besonders weiches Fell. Na ja, ist ja nicht so, als würde sie mir NUR auf die Nerven gehen. Wenn ich am Dösen bin, ist ein Bisschen Kinnkraulen schon ganz nett. Und wenn es Leckerli gibt, dann bin ich auch eher bereit, etwas Gefummel zu ertragen. 😛

         

Weil in wenigen Monaten die alte Katzenfestung für eine neue aufgegeben wird, ist Mina schon etwas am Räumen und Sortieren. So entdecken wir immer wieder Veränderungen wie plötzlich leere Schränke, irgendwelche Stapel von Büchern, CDs oder Haufen von Textilien zum Untersuchen. Altes verschwindet, Neues kommt hinzu… und das Allerbeste sind natürlich die Kartonschachteln! 💡 Zum Glück vergisst Mina trotz allem nicht, uns immer mal wieder Spielsachen zu besorgen und stets das Lager mit unserem Lieblingsfutter zu füllen.

         

Liebe Grüsse aus La Rocca,Eure Red Hood
Jesse James         

Sharona         

Myra         



Sonntag, 7. Oktober 2018

Sonntag
07.10.2018

Das gefährliche Leben...

... einer Pflegestellen-Katze

Da betreibt man in aller Ruhe seine Körperpflege und denkt nichts Böses. Man denkt vor allem nicht an Jesse James und einen heimtückischen Überfall!

         


         




Ou Manno... 😞




Sonntag, 16. September 2018

Sonntag
16.09.2018

Red Hood News

Halloho Katzenfreunde!
Wir sind’s mal wieder, die Red Hood!
Schon vermisst? So viel Aufregendes ist nicht passiert… oder doch?



         

Auf alle Fälle können wir uns nicht beklagen. Es geht uns immer besser, und wir wachsen schnell. 👍 Vor ein paar Tagen mussten wir alle beim Doktor für die zweite Impfung antreten. Er staunte, welche Entwicklung wir gemacht haben, obwohl wir immer etwas Magen-Darm-Probleme hatten und sogar einer Antibiotika-Kur unterzogen wurden, weil man eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt vermutete. Das hat wirklich geholfen. Krank haben wir uns aber nie gefühlt. Wir rannten einfach ein-zweimal öfters aufs Klo, aber von Spiel und Spass hielt uns gar nichts ab! 😉

         

         
Jesse James bekam einmal Besuch. Es hat letztlich nicht geklappt mit der Vermittlung, aber es war eine interessante Erfahrung. Er zeigte sich aufgeschlossen und neugierig, spielte sofort mit den fremden Leuten und liess sich vom Mann sogar aufheben. Etwas verunsichert, aber ohne Gegenwehr. Das war eine sensationelle Leistung! Immerhin, die ersten Wochen unseres Lebens kannten wir keine Menschen aus der Nähe, und seither kennen wir nur Mina – und ihre Schwester ein Bisschen.  Sharona und Myra liessen sich von Jesses Besuchern aus der Distanz betrachten, kamen jedoch nicht zum Spielen ins Wohnzimmer. 😊
Als hingegen Minas Schwester uns zwei Tage lang betreut hatte, kamen wir immer alle drei zum Spielen raus. Wir stellen also fest: wir Mädels werden ein klein wenig länger brauchen als Jesse, aber wenn man uns die Zeit gibt, werden wir uns irgendwann überwinden und viel Spass zusammen haben! 😃

         

         

Diese Beobachtungen nehmen wir gleich zum Anlass, ein Bisschen Werbung zu machen, denn aus diesem Gefängnis namens La Rocca kommen wir nur raus, wenn wir einen neuen Wohnsitz mit Bewährungshelfer vorweisen können. 😇

Jesse James ist ein unkomplizierter, lieber kleiner Kerl mit grossen Pfoten und derzeit etwas empfindlichem Magen. Er ist klugerweise vorsichtig bei unbekannten Dingen. Verhalten sich die Menschen angemessen, hat er keine Berührungsängste, er liebt Streicheleinheiten und lässt sich auch gern auf den Arm nehmen, wenn er gerade nichts Wichtigeres im Sinn hat. Streicheleinheiten fordert er (noch?) nicht aktiv ein.
In La Rocca lebt er mit sechs anderen Katzen sehr unterschiedlicher Charaktere zusammen. Er selbst kommt mit allen Katzen klar. Er hat ein gesundes Selbstvertrauen und ist respektvoll zu den älteren Katzendamen. Aber gerade für seine Schwestern ist er viel zu temperamentvoll beim Spielen und Raufen. Für ihn wäre ein gut sozialisierter, verspielter Kater der ideale Kamerad. ❤️

         

Sharona lässt sich streicheln, wenn sie einem kennt, aber sie findet das nicht wirklich schön. Durch Andeuten von Beissen zeigt sie dann bald, dass sie eigentlich genug hat und man wieder gehen könnte. Sie beisst aber nicht wirklich.
Sie hängt sehr am Wildfang Scipio, der hier wohnt, die besten Verstecke kennt und kein gutes Vorbild in Sachen Zutrauen darstellt. Sie zeigt jedoch, dass sie die Nähe schätzt, nur nicht zu intensiv. Für ein lustiges Spiel mit Angeln, Bändeln, Mäuschen etc. ist sie sofort zu haben. Mit dem Fummelkarton kann sie sich gut allein beschäftigen. Sie trainiert dabei eindeutig das Geschick eines Ansitzjägers. 💡

         

Myra ist im gemeinsamen Spiel oft sehr zurückhaltend. Sie hat Respekt vor Jesse und traut sich nicht recht, mitzuspielen, weil er ja sowieso schneller und stärker ist. Mischen auch die grossen Kater mit, hält sie sich lieber im Hintergrund. Sind die Jungs aber anderweitig beschäftigt, taut sie sofort auf, fängt flink die Spielrute, springt und klettert so übermütig, dass man manchmal zweimal hinschauen muss: ist das nun wirklich Myra?! Mit Sharona spielt sie Fangen, balgt sich auch mal, und sie kann sich lange und engagiert mit Rasselmäusen beschäftigen. 😛
Aufgrund ihrer langwierigen Augenbehandlung findet sie es natürlich extrem blöd, eingefangen zu werden. Wenn sie nicht abhauen kann, hat sie Angst und faucht. Nimmt man sie aber trotzdem hoch und krault sie einen Moment lang ruhig und sanft an den Wangen und am Nacken, springt ihr Schnurr-Motörchen an, und sie entspannt ganz schnell. Myra ist ein ganz liebes Kätzchen, denn bis zu vier Mal am Tag wurde sie mit den Augentropfen geplagt, und sie hat nur versucht, zu fliehen, aber sie hat trotz allen Drohgebärden nie gebissen oder gekratzt. Sie ist das Noscheli der Truppe und braucht ein verständiges, einfühlsames und geduldiges Zuhause. 😃

         

Beide Mädels raufen nicht gern mit den Katern. Sharona schreit Mordio, wenn einer der Kater sie auch nur etwas bedrängt. Es wäre daher gut, wenn die beiden auch im neuen Zuhause ihren eher sanften und ruhigen Mädchenspielen nachgehen könnten und keinen Raufbold ertragen müssten. Auch die Mädels sind sehr respektvoll gegenüber den älteren Kätzinnen und können deren Stimmung lesen und respektieren.

Ach, und übrigens: das Wildpieseln ist nie, nie, nie wieder vorgekommen!! 😁
Einzig: Jesse James kratzt unnötigerweise ewig an der Plastikhaube des Klos herum, wenn er fertig ist. Das fällt jedoch nur nachts auf. Und lieber übergründlich als gar nicht. 😉

         

         

Bis zum nächsten Mal!

Myra         


Sharona         

Jesse James
         

Sonntag, 26. August 2018

Sonntag
26.08.2018

Haftlockerung

Hey ho da draussen!
Wir sind’s mal wieder, die Red Hood Gang! 😎
Wegen guter Führung – das heisst kein Wildpieseln mehr – kriegten wir Haftlockerung und dürfen nun schon seit über einer Woche mit den anderen Katzen hier in La Rocca rum wuseln, wo wir wollen. Das schliesst auch den Balkon mit ein!

         
         

Wir spielen viel mit den beiden Katern Crixus und Scipio. Letzterer hat eine Kartonkiste ganz oben auf dem Kleiderschrank, wo er immer sein Mittagsschläfchen zu halten pflegt. Findet man Sharona nicht, ist sie dort. Anfangs neben Scipios Kartonschachtel, doch inzwischen hat sie sich das Recht erschmeichelt, die Kiste mit ihm teilen zu dürfen. Oft sieht man die beiden gar nicht, aber man hört sie im Duett schnurren. ❤️

         

Myra hatte grosses Pech und verletzte sich das rechte Auge. 😞 Vielleicht ist es beim Raufen passiert. Dass sie zum Doktor musste und jetzt 3 bis 4 Mal täglich Augentropfen verabreicht kriegt, hat Myras Verhältnis zu Wärterin Mina nicht gerade verbessert. Zur Begrüssung faucht sie sie auch nach drei Wochen noch an. Vergisst sie das Fauchen, fehlt irgendwie etwas. 😖

         

Ansonsten sind wir ganz brav. Wir halten uns nun fast immer an die Weisung mit den Klos. Nur drei kleine Unachtsamkeiten sind seither passiert. Jesse James will es nicht zugeben, aber einmal wurde er auf frischer Tat ertappt – leugnen zwecklos. 😊 Man beliess es bei einer Verwarnung. Und wie man sieht, kann man uns auch getrost aufs Bett lassen. Es passiert (höchstwahrscheinlich) nichts mehr! 💡

         

         
Mit den Kugelbahnen haben wir besonders viel Spass, aber auch mit Bällchen und Mäuschen können wir uns beschäftigen und natürlich miteinander: rennen und raufen, verstecken und klettern, ausprobieren und erforschen. 😁

         

         
Seit auch wir Mädels keine Angst mehr vor dem Fernseher haben, wird abends in der Stube lustig gespielt. Jesse hat eindeutig die meiste Energie. Sharona mischt gern mit, aber wenn die Jungs zu grob werden, wird es ihr schnell zu viel. 😮 Myra ist zurückhaltend und traut sich nicht so recht. Jesse ist sowieso schneller und immer im Weg. Mina spielt mit zwei Spielangeln, damit wir Mädels auch mal eine Chance auf Beute haben und Jesse nicht alles alleine abräumt. 😃

         

         

Seit es uns gelungen ist, unsere Schnuten in das Futter der Grossen zu stecken, mögen wir unser gesundes Kittenfutter nicht mehr besonders gern. So schickten wir unsere Wärterin gestern auf Grosseinkauf, um die Sorten der erwachsenen Katzen in der Kittenausführung zu besorgen. 😛

Fröhliches Miau von der Red Hood Gang!

Jesse James         

Myra         

Sharona         

Sonntag, 12. August 2018

Sonntag
12.08.2018

hinter Gittern

Howdy da draussen!

Wir sind die Red Hood Gang: drei rotpelzige, kleine Banditen. Meine Geschwister heissen Myra und Jesse James, und mein Name ist Sharona. Man erkennt mich am kräftigeren Rot im Pelz. Wir machten die Gegend unseres Bauernhofs unsicher, klauten Milch und mal was zu futtern. Mit unserem gefährlichen Fauchen verbreiteten wir Angst und Schrecken! 😉

         

Aber dann gingen wir in die Falle! Wir wurden geschnappt, landeten in La Rocca. Das ist offenbar ein Gefängnis. Überall Gitter und eine Überwachungskamera. Nicht mal aufm Klo hat man seine Privatsphäre. 😞

         

         
Jesse und Myra rebellierten dagegen, indem sie auf den Teppich pissten. Und ins Bettchen in der Höhle. Und in die Kartonschachtel mit dem flauschigen Tuch drin. Ich hatte dann gar kein trockenes kuscheliges Plätzchen mehr zum Schlafen, weshalb ich ziemlich stinkig auf meine Geschwister war und sie bat, doch einfach eins der beiden (inzw. drei) Klos zu benutzen! 😠



Gleich am Anfang mussten wir eine Tablette schlucken, dann bekamen wir schlimm Bauchweh und Durchfall und da kamen… ihr wollt gar nicht wissen, was in den folgenden Stunden da alles rauskam. 😖  Es war richtig übel, und unsere Wärterin putzte dauernd unseren Käfig. Zum Glück ist das Schlimmste überstanden. Der Dünnpfiff bessert sich langsam.

         

         

Die Gefängnisküche ist ausgezeichnet, das muss man zugeben. Es gibt vier-fünfmal volle Näpfe mit frischem, feinem Nassfutter, leicht angewärmt sogar. 😛  Trockenfutter gäbe es auch, aber daran mümmeln wir höchstens am frühen Morgen ein Bisschen, wenn der Gefängniskoch verpennt.

         

Wir sind uns nicht einig, was wir von unserer Wärterin halten sollen. Jesse James liebt es, gestreichelt zu werden. Er schnurrt und schmiegt sich in die Hand. Heute hat er sie sogar mit einem fröhlichen «miep» begrüsst, anstatt gefährlich zu fauchen wie sonst. 😊
Myra hatte anfangs tierisch Schiss vor ihr und versuchte, unter keinen Umständen angefasst zu werden. Aber inzwischen bleibt sie liegen und beschränkt sich aufs Fauchen. Das weicht dann plötzlich einem wohligen Schnurren, denn am Kinn mag sie es ganz besonders gern, gekrault zu werden. Noch ist sie aber angespannt, und wenn sie erschrickt, bringt sie es irgendwie fertig, gleichzeitig zu schnurren und zu fauchen. 😁
Ich fauche manchmal auch, aber eher pro forma, lasse mich problemlos anfassen oder aufheben. Nein, schön finde ich das nicht, aber wenn man cool bleibt, hat man schnell wieder seine Ruhe. 💡

         

         

Vor ein paar Tagen gab es einen Gefangenentransport zum Doktor. Blut und Kot wurden untersucht. Alles in Ordnung! 👍 Dann wurde uns ganz genau in die Ohren und ins Maul geschaut. Vielleicht dachten sie, wir hätten irgendwo Diebesbeute versteckt?

         
         

Vor zwei Tagen bekamen wir Haftlockerung. Der Käfig ist verschwunden! Vom offenen Vollzug sind wir noch weit entfernt, doch nun haben wir eine ganze Zelle für uns, die viele Versteck-, Spiel- und Klettermöglichkeiten bietet. Und da ist ein grosses Fenster in die Freiheit. Durch eine Gittertür kriegen wir ein Bisschen was davon mit, was sonst so läuft. Einige der Langzeitinsassen kommen uns auch besuchen. So lässt es sich momentan ganz gut leben. 😎
Bei guter Führung dürfen wir uns in La Rocca frei bewegen. Das bedeutet, wir müssen es schaffen, drei Tage lang nirgendwo sonst hin als ins Klo zu pieseln. 9 Stunden haben wir schon geschafft! 😖

Wir halten Euch auf dem Laufenden!
Eure Sharona
         

mit Schwester Myra

         

und Bruder Jesse James