Tagebuch «Amira's Kitten»

Wir wurden von Privat um Hilfe angefragt. Eine Tierfreundin hatte sich schon längere Zeit um Amira gekümmert. Sie ist ursprünglich von einem Bauernhof, ist aber zum benachbarten Hof gezogen und hat dort ihre Kitten geboren. Auf diesem Hof hatte es aber keine Katzen nur Hunde die in einem Zwinger wohnen und keine Katzen mögen, Amira und ihre Babys waren dort nicht erwünscht. Die Tierfreundin hatte grosse Angst um die süsse Katzenfamilie und hat sie dann eingefangen und an uns übergeben damit wir ein tolles Zuhause für die Familie suchen können.

Mittwoch, 15. September 2021

Mittwoch
15.09.2021

Wir entdecken die Welt!

Hallo Tagebuch!

heute erzähle ich, Schöli, von unseren Abenteuern hier. Schliesslich stehe ich im Ruf, der Frechste von der Familie zu sein, und ja, es ist schon so, dass ich die Nase gern zu vorderst habe. Ich muss aber gleich anfügen, dass ich auch sehr gut kuscheln kann!
Diese Woche wurde die Türe unseres Zimmer hin und wieder offen gelassen und wir konnten die grosse weite Welt der Wohnung erkunden gehen! Da gab's ganz viel zu sehen! Mein Bruder Nenoi war der Erste, der eine Säule fand und hochkletterte. Einmal oben, fühlte er sich wie der König im Schloss, aber ich habe ihn da sehr schnell vertreiben können und spielte dann selbst König: 
Mama Amira fand schon bald das Futter der grossen Katzen, die hier wohnen - ich interessierte mich mehr für den grossen Kater selbst. 
Ich merkte aber schnell, dass der von kleinen Kitten nicht so begeistert ist. In Zukunft halte ich da wohl etwas mehr Abstand ein. Dafür raufe ich viel mit meinen Geschwistern. Bruschi ist leider etwas grösser, schwerer und kräftiger als ich, aber gegen Weena kann ich mich schon wehren. Und gegen Nenoi eigentlich auch, wenn er mich nicht grad im Schlaf überfällt. Und Pirma ist nicht so die Rauferin - die ist meist irgendwo auf Erkundungstour und hat sich diese Woche der Kamera fast gänzlich entzogen. 
Natürlich spielen auch die Menschen immer mal wieder mit uns - wir hatten nämlich viel Besuch. 
Einmal kamen zwei Leute, die neue Freunde für ihre einsame Katze suchten - stellt euch vor, die fanden mich zwar herzig, aber zu dominant! Sie entschieden sich deshalb für Pirma und Nenoi. Ich konnte dafür beim nächsten Besuch punkten: ich bekomme zusammen mit meinem Bruder Bruschi ein neues Zuhause. Und Weena soll nächstens auch noch Besuch bekommen. 
Nur für unsere Mama hat sich noch niemand interessiert. Wir hoffen natürlich, dass auch sie ein tolles Daheim bekommt! Sie ist nämlich eine tolle Mama, zu der wir immer gern gehen, wenn wir dann vom vielen Spielen, Entdecken und Toben müde sind. 
So, genug erzählt, jetzt geh ich wieder spielen und Unfug anstellen! Macht's gut,
euer Schöli von Amiras Kitten

Montag, 6. September 2021

Montag
06.09.2021

Eingelebt

Liebes Tagebuch 

langsam habe ich mich eingelebt hier. Es ist fast immer schön ruhig, ich kann mich um meine Kleinen kümmern oder ihnen zuschauen, wenn sie wieder etwas Neues entdecken. 
Nur hin und wieder kommt da ein Monster herein, das die Menschen Staubsauger nennen. Das ist mir gar nicht geheuer, da bringe ich mich lieber in Sicherheit und staune, wie lange meine Kleinen dem Ding gelassen zuschauen.  Irgendwann wird es aber auch ihnen zu viel und sie suchen sich irgend ein Versteck. 
Die wachsen aber auch wie wahnsinnig, ich weiss nicht, wie lange die mich noch brauchen. Fressen tun sie schon seit ein paar Tagen mit mir aus dem Teller. Wer weiss, vielleicht kann nächste Woche schon eines von ihnen Tagebuch schreiben?




Sonntag, 29. August 2021

Sonntag
29.08.2021

Einleben

Liebes Tagebuch

wo soll ich denn anfangen? Da war ich eben noch ganz zufrieden mit meinen fünf Kindern auf dem Hof, wo meine menschliche Freundin Maria nach mir schaute und mir Futter hinstellte. Und plötzlich wurde ich in eine Box gesperrt, mit meinen Kleinen, und zu fremden Menschen in weissen Kitteln gebracht, die mich überall berührten und mich genau anschauten. Sogar gestochen habe die mich! So war ich denn ziemlich verunsichert, als die Reise weiter ging - nicht nach Hause, sondern in eine Wohnung, die sich Cava Leonis nennt.
Immerhin gibt es hier so viel Futter wie ich will, ich bekomme noch immer meine geliebte Katzenmilch, und den Kindern scheint es hier zu gefallen. Ich selbst bin da noch nicht so sicher. 
Es heisst aber, wir sollen uns vorstellen, damit wir adoptiert werden. Nun, dann stelle ich mich mal vor: 
Ich bin eine schlanke, hochgewachsene Katze, meine Menschen sagen, ich sei sehr hübsch. Ich bin auch ganz lieb, ich fauche zwar noch, wenn mir jemand zu nahe kommt, aber im Moment will ich einfach noch nicht berührt werden. Ich denke, das ändert dann wieder, wenn ich mich richtig eingewöhnt habe. Und wenn ich meinen geliebten Freigang wieder habe!
Nun zu meinen Kindern: 
Von meinen Kindern ist Bruschi das Schwergewicht. Als wir hier einzogen, war er um einen guten Viertel schwerer als die anderen! Er ist stämmig gebaut und ist der einzige Tiger, der kein Weiss hat. 
Schöli ist der stürmischste meiner Buben. Er hat grosse Freude an den Menschen und kuschelt gern mit ihnen. Er hat einen witzigen weissen Fleck auf der linken Schulter. 


Wenn es ums Entdecken geht, ist meine hübsche schwarze Pirma immer zuvorderst - noch vor Schöli, der ihr aber immer direkt auf den Fersen ist. Sie hat es auch nach wenigen Tagen als Erste geschafft, aus dem Käfig zu klettern. 


Weena ist wohl die Unauffälligste - sie hat von allen etwas: sie entdeckt gern, sie rauft gern, sie kuschelt gern, sie frisst gern, aber nichts von all dem im Übermass. 
Und wie im richtigen Leben kommt auch hier Nenoi, der Kleinste mit dem schwarzen Näslein, zuletzt. Er ist ein Träumer und braucht immer einen Moment zum Aufwachen. 

Unser Pflegemami hat auch probiert, Fotos von allen zusammen zu machen. Das ging dann wie in einem Flohzirkus - jeder wollte in seine Richtung wegkrabbeln! Das war richtig lustig!
Nun muss ich mich also hier gut einleben, damit auch ich den Menschen wieder vertrauen kann. Aber ich denke, das wird schon. 

Kommentare

Wunderschöne Kitten. Alles zum verlieben. Ich wünsche Euch gutes einleben. Und hoffe auf ein Wiedersehen.
Gisela , Mittwoch, 01. September 2021, 18:52 Uhr