Tagebuch «Die Büsiker»

Diese Kitten wurden von unserem Partnerverein auf einem Hof eingefangen wo es zu viele Katzen hat und die Kleinen keine Chance auf ein warmes Plätzli bekommen hätten. Da sie selbst keine freie Pflegestelle haben, wurden sie uns zur Vermittlung übergeben, damit wir ihnen ein schönes Zuhause suchen können.

Freitag, 30. Juli 2021

Freitag
30.07.2021

Akt 1 - Szene 2: Freigang

Die zweite Woche der Büsiker in der Pflegestelle verlief sehr ruhig und entspannt. Nachdem sie sich an das Dach über dem Kopf gewöhnt hatten, haben sich die Kleinen merklich beruhigt und Schrödinger, Mewton und Möbius beginnen manchmal sogar schon zu schnurren, wenn man sich nur nähert. 
Einstein hat sich einen Ruf als Frechdachs der Gruppe gemacht. Er ist immer der Erste, der an der Spielangel hängt und die Anderen müssen sich ihren Platz erst einmal erkämpfen.
Da sie schon so brav sind, durften die Kitten gegen Ende der Woche probeweise aus dem Laufgitter. Anfangs in Zweiergrüppchen (damit Zweibein den Überblick behalten kann) konnten sie ihr Umfeld zum ersten mal frei erkunden. Was es da alles zu entdecken gibt! Murmelbahnen, Klettermöglichkeiten und freie Laufbahn um nach Lust und Laune herumzusprinten.
Danach waren sie entsprechend ausgepowert, als es über Nacht wieder ins "Zimmer" ging.
Es war aber nicht alles Spiel und Spass letzte Woche. Am Sonntag und heute mussten sich die Kleinen von ihrer besten Seite zeigen, denn sie haben allesamt schon Besucht bekommen und wurden prompt reserviert.

Einstein darf mit der kleinen Schwester Marie ausziehen, Mewton und Schrödinger bilden das zweite Team und Möbius wird alleine in ein Zuhause mit anderen Katzen ziehen. Gut gemacht, Büsiker!


Donnerstag, 22. Juli 2021

Donnerstag
22.07.2021

Akt 1 - Szene 1

Vor einer Woche änderte sich das Leben unserer fünf Büsiker:innen schlagartig. Morgens wachten sie noch als Wildkatzen auf und fragten sich, wann das mit dem Regen endlich ein Ende haben soll. Doch dann wurden sie allesamt eingefangen und hinfortgewischt.
Man war davon ausgegangen, dass es fünf Kitten zu holen gab, doch es konnten nur vier ausfindig gemacht werden. Nach einigem Suchen machte man sich auf den Weg, im Glauben, Nummer Fünf müsste dann später noch geholt werden.
Am Zielort angekommen machte sich dann allerdings aus der Motorhaube des Autos noch jemand bemerkbar: Sir Isaac Mewton konnte dem Reiz neuer Technologie nicht widerstehen, war dort hineingekrochen und als blinder Passagier mitgefahren! 🙀Glücklicherweise geht es ihm, abgesehen von einem grossen Schrecken, aber gut.
Die folgenden Stunden und Tage waren hoch turbulent. Zuerst wurden alle gründlich untersucht und ein paarmal gepikst (ersteres verstehen sie als Forschende natürlich durchaus) und danach an einen neuen Ort gebracht, wo sie sich in einem Laufgitter erst einmal erholen konnten. Doch bald darauf tauchte ein neuer Zweibein auf und weiter ging die Reise. Noch eine Stunde im Auto (dieses Mal allesamt im sicheren Korb und angeschnallt) und schon wieder in ein Laufgitter. Dort dürfen sie jetzt allerdings für die nächsten Wochen bleiben und bei guter Führung ist auch das Gitter bald passé.
Die Büsiker haben sich bereits sehr gut bei der Pflegestelle Kissan Linna eingelebt!
Es ist nicht zu warn und nicht zu kalt, das Personal hält das Klo schön leer und den Fressnapf schön voll und an Spielzeug mangelt es auch nicht.
Leider haben alle noch mit einem fiesen Durchfall zu kämpfen. Nach dem ganzen Stress ist das natürlich auch kein Wunder. Die Situation verbessert sich aber von Tag zu Tag und die Büsis nehmen auch gut an Gewicht zu.
Nach anfänglicher Skepsis dem Grossen gegenüber (kann der uns nicht einfach in Ruhe lassen?) sind Pfauchen und Wegrennen schon so gut wie vergessen. Vier von Fünf Minimotörchen schnurren schon wie geschmiert. Entgegen ihrem Namen ist Marie Purrie die letzte, der man noch ein Schnurren entlocken muss. Wenn ihre Brüder sich genüsslich streicheln lassen fällt es ihr aber auch schon schwer, ihre Neugier zurückzuhalten und auf Zweibein zuzugehen. Wenn die anderen das so toll finden muss schliesslich etwas an der Sache dran sein.