Tagebuch «Feuerwerk»

Diese 3 Kitten wurden auf einem Reiterhof geboren wo man sich nicht so um die Katzen kümmert wie es sein sollte. Damit sie nicht ganz verwildern wurden sie eingefangen und zu uns gebracht. Die Mutter wird kastriert und kann dort bleiben. Die drei Geschwister zogen am 1. August in der Pflegestelle ein, aber das Feuerwerk der Nachbarn schien sie weniger zu erschrecken als die Anwesenheit des Pflegepersonals. Sie fauchen und spucken, sobald man in ihre Nähe kommt, beruhigen sich dann aber, wenn sie merken, dass man nicht näher kommt. Sie liessen sich mit etwas Geduld schon am zweiten Abend zum Spielen animieren. Sicher tauen sie bald auf und entdecken die Vorzüge von Kuscheleinheiten.

Sonntag, 27. September 2020

Sonntag
27.09.2020

Sünneli auf Entdeckungstour

Sie ist sehr neugierig! 😄
Liebe Grüsse, Sünneli und Familie

Sonntag, 27. September 2020

Sonntag
27.09.2020

Tschüss Vulkan!

Heute bekam Vulkan Besuch. Wie ich befürchtet hatte, wollte er sich nicht freiwillig vorstellen kommen, auch Spielzeug half da nichts. So musste ich ihn aus seinem Versteck hervorholen - zum ersten Mal seit Tage fauchte er mich wieder an, begann aber schnell zu schnurren, als ich ihn dann zuerst etwas kraulte, bevor ich ihn hinter dem Schrank hervorhob. Er liess sich bis an die Stube tragen, aber gleich vier fremde Personen waren ihm doch etwas zu viel und er zeigte deutlich (aber ohne Krallen!), dass er wieder abhauen wollte. 
Trotzdem hatte er überzeugt, und er durfte gleich mit ins neue Zuhause. Dort wird ihm genügend Zeit gegeben und Geduld entgegen gebracht, bis er auftaut. Und sein neuer Katerkumpel wird ihn hoffentlich etwas freundlicher begrüssen, als meine das getan haben! 
Immerhin spielten Thorin - so heisst Vulkan ab heute - und Soraya in den letzten Tagen oft friedlich mit dem gleichen Spielzeug, sie liessen einander abwechselnd den Vortritt. Auch gemeinsame Mahlzeiten und Leckerli-Naschereien gingen problemlos. 
Lieber Thorin-Vulkan, 

nun bist also auch du ausgezogen! Ich lernte dich am Anfang als wehrhaften kleinen Kämpfer kennen, jetzt gegen Schluss bist du ein sanfter, enthusiastischer Kuscheltiger geworden - noch nie habe ich eine Katze gesehen, die zur Begrüssung oder beim Streicheln ihren Schwanz so begeistert nach vorn legte wie du!
Auch meinen Katzen bist du zwar interessiert, aber immer höflich und respektvoll begegnet. Deshalb hab ich dir alle Türen in der Wohnung offen stehen lassen und du bist bald auch Nachts gern ins Schlafzimmer gekommen. Jetzt vermisse ich dich schon ein wenig, aber ich bin sicher, dass du das ideale Zuhause bekommen hast! Ich hoffe, dein neuer Kumpel ist dir gegenüber freundlicher als meine Katzen es waren und ihr werdet gute Freunde. 
Ich wünsche dir viele glückliche Jahre bei deiner neuen Familie,
Deine Mama Leonis

Freitag, 25. September 2020

Freitag
25.09.2020

Vulkan der Entdecker

Liebes Tagebuch, 




Wow, ich habe diese Woche ganz viel Neues entdeckt! So viel, dass ich mich kaum mehr erinnern kann, wie traurig ich am Anfang war, als mein Bruder ausgezogen war. Denn mein Pflegemami und ich begannen, uns immer mehr zu vertrauen, und als ich ihr gezeigt hatte, dass ich den grossen Katzen hier respektvoll begegne, hat sie bald alle Türen offen stehen lassen. 
Auf meinen Streifzügen durch die Wohnung habe ich dann ein Riesen-Katzenbettchen gefunden: 
Da roch es aber nicht nur nach Katzen, sondern auch nach Menschen ... am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, wie das sein kann. In der Nacht merkte ich aber, dass da wirklich Menschen und Katzen drin schlafen: ich hörte lautes Schnurren! Ich legte mich dann manchmal einfach dazu, allerdings waren die grossen Katzen, die hier leben, nicht so begeistert von meiner Anwesenheit.
Natürlich hat mein Pflegemami weiterhin jeden Tag mehrmals mit mir gespielt, meist mit meinem Lieblingsspielzeug. Und im Eifer des Nachjagens merkte ich manchmal erst im Nachhinein, das sie mir gerade wieder mit der Hand über den Rücken gefahren war! Am Anfang versuchte ich noch, sie dann zu hauen, aber irgendwann wurde mir das zu blöd. Und dann dachte ich einmal, ich könnte je doch versuchen, mit meinem Kopf ihre Hand anzustupsen. Und mich dann etwas kraulen zu lassen. 
Ihr glaubt nicht, wie schön es ist, gestreichelt zu werden! Ich kann inzwischen kaum genug davon bekommen! Das geniesse ich so, dass ich meinen Schwanz bis fast zu den Ohrenspitzen nach vorne lege! 
Und ich bedanke mich für das Kraulen und Streicheln mit Fingerlecken und Liebesbissen - wobei mein Pflegemami mir zuerst beibringen musste, dass Liebesbisse wirklich nur fein und zärtlich sein sollen. Und dass man mit Händen nicht raufen soll, vor allem nicht mit ausgefahrenen Krallen. Jetzt habe ich meine Kräfte aber schon ganz gut unter Kontrolle. 

Ich kenne jetzt auch die Hausherren hier ein wenig: da gibt es eine missmutige schwarze Katze, der man besser aus dem Weg geht, und einen riesigen grauen Kater, von dem man nie so recht weiss, wie er gerade drauf ist. Da ist also auch Vorsicht geboten! 
Am liebsten habe ich Soraya, die fast immer zuhause ist. Auch jetzt noch knurrt sie manchmal, wenn ich ihr zu nahe komme, aber manchmal können wir auch ganz friedlich spielen. 
So, hier sind noch ein paar Bilder aus meinem Alltag, ich geh dann mal ein wenig schlafen, 
euer Vulkan von der Gruppe Feuerwerk

Freitag, 25. September 2020

Freitag
25.09.2020

Gruss von Fussel

Uns geht es gut. Fussel lässt sich mit Spielzeug oder Essen schon gut anlocken. 😼Manchmal dürfen wir ihm auch ganz nahe kommen, ohne dass er faucht. Heute war er schon soooo neugierig, dass er «seinen» Wintergarten tagsüber verlassen wollte, bis anhin hat er das Haus lieber Nachts erkundet, wenn wir Zweibeiner schliefen.  Es braucht sicher noch viel Geduld, aber es kommt langsam. Die übrigen Vierbeiner besuchen Fussel immer mal wieder, riechen an seiner Höhle oder so. Meist ist der Kleine dann aber noch am Fauchen 😊

Sonntag, 20. September 2020

Sonntag
20.09.2020

Grüessli von Sünneli

Sünneli IST ein Sonnenschein! Es geht immer besser. Streicheln kommt noch, wir haben Geduld.❤️
Liäbs Grüessli


Samstag, 19. September 2020

Samstag
19.09.2020

Ausbruch und Auszug

Liebes Tagebuch, 

Seit unser Wirbelwind-Schwesterchen Sünneli ausgezogen ist, ist es hier etwas ruhiger geworden - andrerseits haben jetzt auch wir beiden Buben hin und wieder die Gelegenheit, ein Spielzeug zu schnappen! 
Natürlich ging unser "Zutraulichkeits-Training" weiter. Mein Bruder Bouquet, der jetzt Fussel heisst, war da aber immer gaaaanz vorsichtig, dass nicht etwa eine Hand auf ihn zu kommt, während er durch das Spielzeug abgelenkt ist - mir passierte es hin und wieder, dass unser Pflegemami mich plötzlich über den Rücken strich. Anfangs habe ich sie dann zu schlagen versucht - sie war aber immer schneller, und so bin ich dann halt jeweils schnell weggehüpft, wenn ich ihre Hand spürte. 
Sie schien sich aber enorm zu freuen, wenn einer von uns an ihren Fingern schnüffeln ging, sogar, wenn Fussel reingebissen hat (nun, manchmal war da ja auch etwas Leckeres zum Schlecken drauf!).
Ganz spannend wurde es dann am Wochenende: unser Pflegemami fuhr in die Berge, und wir wurden von Nachbarn versorgt. Hihi, diese werden sich wohl immer fragen, ob sie die Tür nicht richtig geschlossen haben oder ob wir selbst ausgebrochen sind 😇. Und die laaaange, vergebliche Suche nach uns wird ihnen sicher auch lange in Erinnerung bleiben! Die Folge war, dass unser Pflegemami extra spät nachts nach Hause kam. Mich fand sie fast sofort - dabei hatte ich so eine tolle, grosse Höhle gefunden! Fussel kam dann von selbst hervor, als er mich mit dem Pflegemami spielen hörte. 
Früh am nächsten Morgen fuhr unser Pflegemami dann wieder in die Berge, aber die Tür blieb jetzt gut verschlossen. Trotzdem: von da an durften wir immer wieder für ein paar Stunden die (fast) ganze Wohnung unsicher machen. Nur die zwei Zimmer mit den tollen Verstecken blieben zu! Und zum Spielen und Fressen ging's dann wieder in unser Zimmer zurück ... wo wir jeweils plötzlich merkten, dass die Tür wieder zu war! Nicht tragisch - es hat ja immer genug Spielmöglichkeiten im Zimmer. 
Vier Tage nach unserem Ausbruch kam dann Fussels Familie und holte ihn ab. Obwohl er nicht mitgehen wollte, denke ich, es wird ihm dort gefallen, aber ich vermisse meine beiden Geschwister hier schon ein wenig. Ich hoffe jetzt, es wird mir nicht allzu langweilig!

Grüsse aus der Cava Leonis, bis nächste Woche,
euer Vulkan von den Feuerwerk
Lieber Bouquet-Fussel
als kleines Schlitzohr, der sich immer irgendwo zu verstecken wusste, bist du mir sehr ans Herz gewachsen. Solange du spielen konntest, warst du mir gegenüber zwar immer vorsichtig, kamst aber doch auf Körperkontaktnähe - wenn ich dir aber in einem deiner Vesrecke zu nahe kam, dann hast du mir unmissverständlich klar gemacht, dass du mich auf Distanz halten wolltest. 
Ich wünsche dir viele glückliche Jahre in deinem neuen Zuhause, und hoffe, du schliessest bald Freundschaft mit den andern Katern dort! 
Mach's gut, deine Mama Leonis

Wir haben auch schon von Fussel gehört:

Hui, das waren jetzt drei aufregende Tage! Am Mittwoch habe ich mich gleich nach meiner Ankunft unter den Meeri-Stall verzogen. Erst als es dunkel wurde und die Zweibeiner schliefen, habe ich mal mein neues Zimmer erkundet. Den Donnerstag habe ich schlafend hinter dem Schrank verbracht. Die Zweibeiner haben nach mir gesucht und gesucht! Tja, du hast ihnen ja gesagt, dass ich mich gerne und gut verstecken kann. Heute wollte ich mich dann doch mal zeigen ... Ich habe zuerst mein  neues Chörbli bezogen und am Abend auch etwas mit den Zweibeinern und dem Mäuschen mit Glöckchen gespielt.
Liebe Grüsse und bis bald
Fussel und Familie


Donnerstag, 3. September 2020

Donnerstag
03.09.2020

Tschüss, Sünneli

Liebes Sünneli, 

wie Bouquet in seinem Tagebucheintrag erzählt hat, bis du vor zwei Tagen ausgezogen. Du bist mir in den paar Wochen hier ganz schön ans Herz gewachsen - und das, obwohl du mich immer mal wieder angefaucht hast! 
Grundsätzlich bist du aber ein wahrer Sonnenschein, und sobald ich jeweils auf dem Boden sass und ein Spielzeug schwang, warst du sofort zur Stelle. Da konnten deine Brüder meist nur zuschauen - und ich selbst bin auf so viel Energie fast etwas neidisch!
Bis zum Schluss mochtest du es nicht wirklich, wenn ich dich zu streicheln versuchte, aber beim Spielen hattest du gar keine Probleme mit Kontakt. Du bist über meine Füsste gesprungen, hast dein Spielzeug darunter hervorgesucht und dich angeschmiegt. Und solange sie langsam und von vorne auf dich zu kam, war meine Hand gar nicht so gefährlich ...
In deinem neuen Daheim wünsche ich dir viele schöne, glückliche Jahre mit deinen neuen "Eltern". Und pass dann auf dich auf, wenn du später ins Freie darfst - ich bin sicher, du fängst da eine ganze Menge Mäuse!
Alles Gute, deine Mama Leonis

PS: Ich habe schon eine erste Nachricht aus dem neuen Zuhause bekommen - Sünneli scheint da schon recht entspannt ihre neue Umgebung zu erkunden.




Donnerstag, 3. September 2020

Donnerstag
03.09.2020

von Tierärzten und einem Auszug

Liebes Tagebuch, 





Zuerst eine tolle Neuigkeit: mir wurde diese Woche ein neues Zuhause bei einer ganz lieben, geduldigen Familie versprochen! Und das, obwohl ich mich gar nicht aus meinem Versteck hervorlocken liess – ich wollte zuerst sehen, ob diese Leute wirklich Geduld haben. Deshalb kam ich erst hervor, als die Verträge schon unterschrieben waren - sie durften dann doch noch sehen, was für eine Katze im Sack ... ehm, Katze in der Schachtel ... sie adoptiert hatten. 😉 Sie haben mir auch einen neuen Namen gegeben: ich heisse jetzt Fussel und darf in wenigen Tagen ausziehen, zu zwei anderen Katern und mehreren weiteren tierischen Freunden!
Vorher waren wir alle beim Tierarzt gewesen. Ihr fragt euch vielleicht, warum wir uns da so einfach hinbringen liessen? Nun, dummerweise war mein Lieblingsversteck eine Kartonschachtel, die vollständig in die Transportbox hinein passte! Der Tierarzt war sehr zufrieden mit uns, obwohl ich dort im Behandlungszimmer abgehauen bin – ich lass mir doch nicht einfach so eine Spritze verabreichen, und in die Ohren schauen! Es nützte aber alles nichts, und so bin ich jetzt geimpft. 
Ein paar Tage später wurde dann Sünneli abgeholt. Da ist das Pflegemami dann ganz schön ins Schwitzen gekommen, denn Sünneli wollte sich nicht so einfach in eine fremde Transportbox verpacken lassen! Sie kletterte sogar das Gitter am Fenster hoch und verschanzte sich da oben – unser Pflegemami hatte keine Zeit zu fotografieren, aber ich zeig euch mal, wie das etwa aussah:
Ausser diesen grossen, aufregenden Ereignissen war ganz einfach Alltag. Wir haben viel miteinander gespielt, und jeden Tag auch mit dem Pflegemami. Vor ihren Hosen und Finken haben wir eigentlich gar keine Angst mehr, und ich spiele sogar manchmal mit ihren Fingern. Ich haue dann drauf, aber nur sanft, (fast) ohne Krallen. 
Hin und wieder gibt's auch einen Büschel Gras. Auf den stürzen wir uns dann alle - das schmeckt so gut, dass Vulkan es sogar mit Pfotenschlägen verteidigt!


Ihre letzten gemeinsamen Tage haben Vulkan und Sünneli noch einmal richtig genossen. Wenn sie nicht gerade am Spielen waren, lagen sie meist zusammen auf dem Kratzbaum. Jetzt muss mein Bruder halt mit mir Vorliebe nehmen. 




Ui, ich höre das Spielzeug, da muss ich schauen gehen! Tschüss bis nächste Woche,
euer Fussel (bisher Bouquet) von der Gruppe Feuerwerk

Donnerstag, 27. August 2020

Donnerstag
27.08.2020

Alltag in der Cava Leonis

Hallo Tagebuch, 

Uns geht es gut, ausser dass wir halt immer noch etwas Angst haben vor unserem Pflegemami. Ich bin zwar schon ziemlich mutig: ich hole mir immer wieder Leckerbissen von den Fingern vom Pflegemami! Meine Brüder trauen sich das noch nicht. 
Aber streicheln oder überhaupt berühren mag auch ich noch überhaupt nicht. Auch nicht während dem Spielen - da hüpfe ich dann ganz schnell zur Seite, wenn die Hand etwas zu nahe kommt. Es sei denn, die Hand bewegt sich nicht selbst, aber mein Spielzeug verkriecht sich darunter: dann habe ich keine Hemmungen, dem Spielzeug nachzugehen und die Hand wegzuschubsen! Und die Beine vom Pflegemami machen mir auch keine Angst, da habe ich mich schon quer darüber gelegt, oder auch mit den Zehen gespielt.  
Manchmal kommt hier so ein lautes Ding zu uns ins Zimmer, das alles, was auf dem Boden liegt, aufsaugt. Davor haben wir alle Angst, und ich verkrieche mich dann immer bei meinem wehrhaften Bruder Vulkan. Überhaupt komme ich mit Vulkan sehr gut aus, wir schmusen und schlafen auch oft zusammen, oft in luftiger Höhe auf dem Kratzbaum. 
Vor allem am Abend spielen wir alle immer lang mit den Angeln und Glöcklein, die das Pflegemami im Zimmer rumbewegt.Aber auch mit der Kugelbahn und mit Mäuschen, die immer viel aktiver sind, wenn das Pflegemami da ist. Das macht richtig Spass!
Heute schein noch irgendetwas los zu sein. Unser Pflegemami hat eine zweite Transportbox zu uns reingestellt und Tücher darüber gelegt ... da mach ich mich besser noch etwas schön. Obwohl ich absolut nirgends hin will - ich bin sicher, überall ist es gefährlicher als hier! Vor allem falls wir wieder zu diesem sogenannten Tierarzt sollen, der uns vor drei Wochen so gepiekst hat! Nun, wir werden ja sehen und euch nächste Woche berichten. 

euer Sünneli von der Gruppe Feuerwerk

Samstag, 15. August 2020

Samstag
15.08.2020

Feuerwerk im Zimmer

Liebe Tagebuchleserinnen und -leser

schaut mal, wie gut ich fauchen kann!So gut, dass sogar die Kamera Angst hatte und mich unscharf aufnahm. Leider lässt sich unser Pflegepersonal nicht so leicht beeindrucken; sie sagt sogar, unser Fauchen sei diese Woche eher zu einem Hauchen geworden! Nur mein Bruder Bouquet, der spuckt und haut noch immer, wenn sie in seine Nähe kommt. 

Wie ihr seht, durften wir diese Woche ein paar Male aus dem Käfig. Wir haben nämlich bewiesen, dass wir das Klo zu benutzen wissen, und uns auch gut wieder in den Käfig dirigieren lassen. Sünneli war die erste, die rauskletterte und da draussen alles inspizierte, aber dann erschrak sie über ihr eigenes Spiegelbild und machte einen riesigen Schwanz!
Auch ich habe mich sofort genau umgesehen, habe auch ein schönes, weiches Plätzli gefunden, von dem aus ich beobachten kann, wie Sünneli mit den Angeln spielt - bis ich dann selbst auch Lust dazu bekomme. 
Bouquet mag es hingegen eng, sei es auf der Fensterbank oder im Büchergestell. Es darf sogar unbequem sein, es soll einfach ein Ort sein, wo er hofft, es sehe ihn niemand. 
Wenn wir dann aber lang genug gespielt haben, getraut auch er sich hervor und kommt mitspielen. Und wenn unser Personal nicht da ist, rennt er mit uns um die Wette!
Sünneli ist eindeutig die Verpielteste und die Neugierigste von uns. Sie hat sogar die Füsse unseres Pflegemamis schon abgeschnuppert, und sie rennt der Angel fast überall hin nach. Sogar über die Beine vom Pflegemami - da wird sie allerdings manchmal von unbekannten Gerüchen abgelenkt. 
Ich selbst spiele auch gern, aber meine Sicherheit ist mir denn doch wichtiger! Da bleibe ich lieber etwas weiter weg.
Und Bouquet, der braucht wie gesagt immer ein Sondereinladung, bevor er zu spielen anfängt. 
Sünnerli ist übrigens eine wahre Herzensbrecherin: nicht nur wir Brüder lieben sie, sondern sie hat auch schon das Herz von Interessenten gewonnen und ein neues Daheim versprochen bekommen. Und das, obwohl sie sich während des Besuchs ganz fest versteckte und nicht einmal spielen gehen wollte! Zum Glück für uns zieht sie aber noch nicht gleich aus. Jetzt suchen also wir zwei Brüder noch ein Zuhause bei geduldigen, einfühlsamen Katzenfreunden, die uns so nehmen, wie wir sind, und uns lehren, ihnen Vertrauen und Zuneigung zu schenken. Schüchterne Grüsse aus der Cava Leonis, 
Euer Vulkan 

Freitag, 7. August 2020

Freitag
07.08.2020

Explosives Trio

Passend zum Datum nahm ich am 1. August eine Transportbox mit hochexplosivem Inhalt entgegen: Daraus fauchte und knurrte es nicht nur, nein, es wurde richtig explosiv gespuckt! Mit zurückgelegten Ohren und furchteinflössendem Getue blickten mir drei verängstigte kleine Kätzchen entgegen: 
Als die Kleinen dann am Abend mehr Angst vor mir als vor dem nachbarlichen Feuerwerk zeigten, stand ihr Gruppenname schnell fest: Feuerwerk! Im einzelnen: Vulkan, der Aggressive, der sich ganz gern in Szene setzt, Sünneli, die süsse, neugierige und grundsätzlich Positive, und Bouquet, der sozusagen als Schlussbouquet gern im Hintergrund bleibt, bis er dann ganz zuletzt auch noch seinen Auftritt gibt.  
In ihrem Zwischenzuhause fanden sie sich schnell zurecht. Wenn niemand im Zimmer ist, wird oft wild gespielt, sobald jemand kommt, gehen sie meist schnell in Deckung und fauchen auch meist noch ein wenig. Setze ich mich dann aber neben ihren Käfig, beruhigen sie sich und lassen sich mit Angeln und Stäben schnell aus der Reserve locken. Die einzige, die sich offenbar hin und wieder überlegt, sie könnte eigentlich aus dem offenen Käfig hüpfen, ist Sünneli, aber auch sie scheint noch keinen grossen Drang zu verspüren. Sobald sie gelernt haben, zuverlässig das Klo zu benutzen, und ihre Menschenscheu ein wenig mehr abgelehnt haben, werden sie dann das ganze Zimmer zur Verfügung haben. 
Den Tierarztbesuch am Montag fanden die Drei nicht toll, aber auch die Tierärztin meinte zum Schluss, das seien drei ganz Wehrhafte! Obwohl sie sie nur oberflächlich hatte untersuchen können, war sie aber mit ihrem Zustand sehr zufrieden. 
Es wird sicher eine Weile dauern, bis diese drei menschenungewohnten Kitten gelernt haben, dass man den Menschen nicht grundsätzlich misstrauen muss. Auch nach einer Woche wird noch viel gefaucht, wenn ich frisches Futter oder Wasser hinstelle, wird auch in Richtung meiner Hand geschlagen, aber wenn dann ein Spielzeug auftaucht, vergisst man schon sehr schnell, dass man eigentlich Angst haben wollte.