Tagebuch «Vulkan»

Vulkan wurde von uns vermittelt, er hätte einen tollen Platz gehabt, aber durch sein Verhalten vertrieb er mehr und mehr den vorhandenen, etwas unsicheren Kater, dem er ein Kumpel hätte sein sollen. Auch benutzte er seine Klos nicht zuverlässig. In der Pflegestelle hat er sich bis jetzt vorbildlich verhalten. Er wird nur an Halter mit viel Katzenerfahrung abgegeben, am liebsten zu einem oder zwei selbstsicheren Katern oder in eine stabile Gruppe.

Sonntag, 17. Januar 2021

Sonntag
17.01.2021

Spielen, fressen, schlafen - und ein wenig ausbrechen

Liebes Tagebuch

wieder ist ein Woche um und ich kenne den Rhythmus in der Pflegestelle langsam. Und meine Mitbewohner. 

Mein Pflegemami spielt viel mit mir - am liebsten spiele ich "Mäuse unter der Decke" fangen! Nun gut, ich weiss ja schon, dass da unter dieser Wuscheldecke keine Maus ist, sondern mein Lieblingsspielzeug, die Reitgerte. Spass macht's trotzdem!
Auch mit Bällchen spiele ich manchmal, aber da muss man so viel rumrennen. Dann schaue ich doch lieber aus dem Fenster - blöd nur, dass da meistens eine von den anderen Katzen sitzt, wenn das Fenster offen steht! Da muss man dann vorsichtig sein, dass man nicht eine gewaschen bekommt! Aber die Neugier ist dann jeweils doch zu gross...
Besonders spannend wurde es, als da draussen plötzlich alles so hell war:
Inzwischen geht das gemeinsame Rausschauen schon ganz gut, und auch mein Pflegemami ist viel entspannter, seit ich nicht mehr versuche, ob man nicht vielleicht doch auf die Reben hinunterklettern könne. Einmal wollte sie mir sogar dieses weisse Zeug namens Schnee zeigen, aber ich traute mich nicht wirklich hinaus ins Treppenhaus und auf den Balkon dort. Viel interessanter fände ich den anderen Balkon, auf den die grossen Katzen hier durch eine eigene Türe gehen: Einmal bin ich sogar der hier lebenden Leonie nachgerannt und war plötzlich da draussen in der Kälte! Da bin ich echt selbst erschrocken - zum Glück war mein Pflegemami gleich da und holte mich wieder rein. Jetzt lässt sie mich aber nur noch unter Aufsicht in das Zimmer mit der Klappe. Und wenn sie arbeiten geht, sperrt sie mich sogar ins Katzenzimmer - sie hat aber nicht schlecht gestaunt, als ich ihr am Abend seelenruhig in der Wohnung entgegen kam. Hey, ich bin intelligent, und Hindernisse wie geschlossene Türen sind da, um geöffnet zu werden. Vor allem Schiebetüren - bei den anderen weiss ich zwar, wo der Mechanismus zum Öffnen ist, aber ich habe noch nicht kapiert, wie er genau funktioniert. 
Das wars in etwa von dieser Woche, vielleicht knacke ich nächste Woche ja die Türfallen auch noch?
macht's gut,
euer Vulkan😄 

Samstag, 9. Januar 2021

Samstag
09.01.2021

Hier bin ich wieder

Liebes Tagebuch, 

hm, da bin ich jetzt also wieder in der Cava Leonis gelandet, wo ich vor einer halben Ewigkeit lebte! 
Es ist viel passiert seit ich da auszog - obwohl es mir am neuen Ort in vielen Bereichen gefiel und ich vor allem das Mädchen dort liebte, machten wir auch viele Dinge stark zu schaffen. Ich bin wohl nicht für den Trubel einer Familie gemacht, und mit dem Katzenkumpel hat's auch nicht so geklappt. Der wollte weder spielen noch mir sein Futter abtreten - mit der Zeit kam er kaum mehr nach Hause. Jetzt soll ich also hier einen Neustart machen. Die ersten paar Stunden hier verbrachte ich wie schon beim ersten Mal im Gehege. Nachdem mein Pflegemami meine Hinterlassenschaften im Klo angeschaut hatte und damit zufrieden war, durfte ich dann aus dem Gehege und lernte schon bald Nebia kennen, eine andere Pflegekatze.  
Nebia interessierte mich aber aber nur bedingt: das offene Fenster war da spannender, trotz Gitter davor! Wir lebten also friedlich nebeneinander, bis sie nach etwa drei Tagen auszog. 
Auch der Ausblick ins Wohnzimmer war interessant - ich war fast sicher, dass ich dort schon gewesen war!
Obwohl Nebia und ich keine Probleme miteinander hatten, verbrachte ich die ersten Nächte im Badezimmer. Zuerst wollte ich da raus und nahm auch alles auseinander, was nicht niet- und nagelfest war, aber als ich dann in die Wohnung hinaus durfte, wählte ich doch das Badezimmer als meinen Rückzugsort. 
Sobald ich mich dann in In der ganzen Wohnung rumtreiben durfte, kontrollierte ich natürlich, was sich alles geändert hatte. 
Das coolste, was ich fand, war das Kajütenbett im "verbotenen Zimmer"! Da war ich in meinem ersten Aufenthalt hier nie reingekommen! Natürlich machte ich das obere Bett sofort zu meinem. Und warte jetzt, ob sich schon bald wieder jemand für mich interessiert. Alles Gute aus der Cava Leonis, 
euer Vulkan